Altpapier vom Freitag
25.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Altpapierkorb
Um mal «der Wahrheit» zu sagen: Barbara ist «Germany's next Topmodel»,
'Tagesspiegel' weiß schon Bescheid. +++ Die 'Sueddeutsche.de' nimmt's mit Humor, 'FAZ.net' hat größere Zusammenhänge im Blick. +++ Mit Barbaras Vorgängerin Lena, now «Germany's previos Topmodel», hat die 'FAZ' gesprochen. +++ Ein ähnlich massentaugliches Thema: Die EU-Richtlinie zur Schleichwerbung ist durch (d.h. sie muss noch das Parlament passieren), und Schleichwerbung ist nur halb verboten, wie die 'Berliner' mitteilt. «In Filmen, Serien, Unterhaltungs- und Sportsendungen dürfen Unternehmen künftig ihre Autos oder Uhren gegen Bezahlung auffällig-unauffällig präsentieren.» +++ Zudem entnehmen wir der 'FTD': «Kino- und Fernsehfilme sowie Nachrichtensendungen dürfen künftig pro halbe Stunde einmal durch Werbung unterbrochen werden. Bisher ist eine Unterbrechung pro 45 Minuten erlaubt.» Obergrenze bleiben aber 12 min /h. +++ Und wo wir bei Zahlen sind: Auf 115 Mio. Euro könnte Dagmar Brandenstein den Preis für die Rechte an der Fußball-EM 2008 noch drücken und das, obwohl sie bekanntlich nur noch bis Anfang November für ARD/ZDF die Preise kleinhält, schreibt die 'FR'. +++ Die 'NZZ' hat die Programmanalyse der deutschsprachigen Sender genau gelesen und kommt zu dem Fazit: Wiederholung nimmt zu. +++ Als Dauerwerbesendung trotz Götz Alsmann empfand Jan Brachmann in der 'Berliner' die ZDF-Show «Die große Nachtmusik». +++ Ärger wegen der Werbung eines Tabakkonzerns hat der SPD eigene «Vorwärts» wegen der eigenen Parteimitglieder ('taz'). +++ «Auf eine Zigarette mit der SPD» ist der Text überschrieben, was uns natürlich an die neue Kolumne mit Helmut Schmidt im neuen «Zeitmagazin» erinnert, das die 'Berliner' gelesen hat und an einigen Stellen als «zu gediegen» empfindet. +++ Über Günter Wallraff, der darin schrieb, berichtet der 'KStA'. +++ Das 'Jungsheft', das im Untertitel «Porno» für Mädchen heißen muss und von dem die Kioskbesitzertochter Jessica Schwarz im «Zeitmagazin» berichtet hat, stellt Yoko Rückerl im 'Tagesspiegel' vor. +++ Apropos Sex: Streit um Pumuckls Freundin ('SZ', 'Berliner') . +++ Apropos Streit: Springer zieht doch nicht so groß um ('SZ'). +++ Leo Kirch zettelt stundenlange Diskussionen auf dem Aktionärstreffen der Deutschen Bank an ('FTD'). +++ Die WDR untersagt G 8-Kritikern die Verwendung der Maus auf deren Webseite, schreibt die 'taz'. +++ Über die Nicht-Verlängerung des «Le Monde»-Herausgebers Jean-Marie Colombani informiert die 'FR'. +++ Die 'NZZ' erläutert noch einmal detailliert das Verhältnis von Président Sarkozy zu den französischen Medien beziehungsweise ihren Eigentümern. +++ Die «FAZ» (Seite 38) erklärt noch mal die Lage in Venezuela, wo Präsident Chavez die Lizenz des Senders RCTV nicht verlängern will. +++ Das Ende von «American Heritage» annonciert die 'NZZ'. +++ Das Beste zum Schluss: Jan Freitag interviewt einen aufgeräumten Fritz Wepper aka Harry Klein in der 'FR'. Neben verpassten Chancen geht es auch die falsche Ehrendoktorwürde einer rechtslastigen Fantasie-Stiftung, die die «Tempo»-Jubiläumsausgabe ihm antragen wollte: «Hören Sie, es war ein fünf Seiten langer Brief, der zudem zuvor telefonisch abgefangen wurde. Und so eine Doktorwürde klingt natürlich erst einmal gut, obgleich ich schon skeptisch war. Es gab keine inhaltliche Auseinandersetzung. Ich möchte mal Sie in so einem Fall erleben. Bei einem Terminvorschlag lese ich nicht fünf Seiten.» +++ Und Michael Jürgs beschreibt in der «SZ» (Seite 18) anlässlich von Romy Schneiders 25. Todestag das perfide Verhältnis von Teilen der deutschen Presse zur Schauspielerin. Man mag es sich nicht mehr vorstellen. +++Der Altpapierkorb füllt sich Dienstag wieder gegen 10 Uhr.
Für das Web ediert von Matthias Dell

