Hilfswerke verteidigen Sängerin Senait Mehari
Das NDR-Medienmagazin Zapp hatte am Mittwochabend unter Berufung auf Zeitzeugen berichtet, dass wesentliche Teile der Biografie Meharis falsch seien. Sie verbreite «Lügen» über ihre Vergangenheit, erklärten mehrere Wegbegleiter der Sängerin in dem Fernsehbeitrag. Nach Ansicht der Hilfswerke bestehen «keine grundsätzlichen Zweifel» am Wahrheitsgehalt der Biografie.
Die Rebellenbewegung «Eritreische Befreiungsfront» (ELF), in deren Lager Mehari nach eigenen Angaben von 1980-1982 als Kind lebte, sei eindeutig eine militärische Organisation gewesen. Ihre Einrichtungen hätten damit militärischen Charakter gehabt. Der Verlag Droemer Knaur, in dem das Buch «Feuerherz» erschienen ist, wirft dem NDR eine Kampagne mit falschen Vorwürfen vor. In der Autobiografie habe Mehari bereits deutlich gemacht, dass sie keine Kämpferin war. «Ich war zu klein, um eine Soldatin abzugeben», heißt es dort.
«Wir haben keinen Grund, an der Darstellung unserer Autorin zu zweifeln», erklärte die Pressesprecherin Susanne Klein. Es sei nicht erstaunlich, dass Menschen den grausamen Bürgerkrieg in Eritrea unterschiedlich erlebt und verarbeitet hätten. (nz)

