Altpapier vom Dienstag
24.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Fast scheint, als hätten
Neben Agenturmeldungen gibt es natürlich den
einen oder anderen Bericht,«Von allen EU-Mitgliedern am schlechtesten» schneidet Polen ab, notiert sie, und zitiert «Reporter ohne Grenzen»-Sprecherin Katrin Evers zur Lage in Russland: «Wir beobachten vor allem mit Sorge, daß das halbstaatliche Unternehmen Gasprom nach den elektronischen Medien nun auch die Printmedien unter seine Kontrolle bringt».
Was die verschlechterte deutsche Position betrifft: «Hier schlägt wie erwartet die über zehn Jahre währende Bespitzelung von Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst zu Buche» («taz»).
Zu diesem Thema hat Andreas Förster, selbst einer der Bespitzelten, heute eine Fortsetzung. Sie bezieht sich auf die Fortsetzung früherer Berichte (siehe
Altpapier) des «Focus» darüber, wie die u.a. aus derselben Affäre als «Schattenmänner» bekannten Wilhelm Dietl und Uwe Müller im Münsterland die «hochbetagte Mutter» des früheren BND-Chefs August Hanning aufgesucht hätten; auch um «Focus»-Redakteur Josef Hufelschulte und einen «Streit um die Bockwurst» geht es.Bei Interesse klicken Sie hier zur «Berliner Zeitung».
Deutlich wird: Im internationalen Vergleich jault Deutschlands Medienbranche (Platz 23) auf hohem Niveau.
Erst recht an diesem Dienstag, an dem der größte Medienkonzern des Landes zwei Startschüsse abgibt, die auf den Kanälen Print
Der von Gruner+Jahr versprochene Onlineauftritt wurde nun doch
freigeschaltet. Und an Wortspielchen mit Hunden in der begleitenden Berichterstattung herrscht kein Mangel:«Ein großes Geschäft/ Gassi-Gehen im Rudel: Vox und G + J kommen auf den Hund» («SZ», S. 17), «des Pudels Kernkompetenz» (André Mielke,
'Welt'); «der Verlag macht ganz schön viel Lärm um sein neues Produkt. Aber wer sich mit Hunden auskennt, weiß: solche, die bellen, beißen nicht» (Ralf Mielke, 'Berl.').'taz': «Bark Avenue».Beim ausgeruhten Vergleich stellt die «FAZ» (S. 44) fest, dass «der Ansatz der Zeitschrift zur Show etwas vergeistigter» sei, zum Beispiel: «Wie dankbar sich Hunde fotografieren lassen, zeigt in 'Dogs' die Bilderstrecke von Rachael Hale, die jedem Tier 'in seine Seele gucken'...will. Für die Schauspielerin Iris Berben ist ihr Jack-Russel-Terrier namens Paul 'wie ein neuer Lebenspartner', lesen wir».
(Nicht verwechseln: die Schauspielerin Christine Kaufmann
war's, deren Ehe dem Boulevard zufolge ebenfalls an einem Terrier gescheitert sein soll).Am dichtesten dran am Puls der neuen Entertainment-Ära ist die «Rundschau». Sie interviewt Thorsten Levin, der dank Meriten als «Deutschland sucht den Superstar»-Regisseur auch bei der Superhund-Suche Regie führte.
Großartig bringt der Entertainment-Profi die Unterschiede zwischen Herrchen (und Frauchen) einerseits, Hunden andererseits auf den Punkt:
«Hunde sind wesentlich direkter, sie verstellen sich nicht vor der Kamera. Der eine ist süß, der andere verrückt oder quirlig. Man erkennt ihr Wesen auf den ersten Blick, das macht sie so sympathisch. Hunde zicken nicht so herum, sie sind andererseits nicht immer folgsam».
Am Mittwoch füllt sich der Altpapierkorb wieder gegen 10.00 Uhr.
Für das Web ediert von Christian Bartels

