11. Nov 2005 10:41
«Spiegel»-Erbin Franziska Augstein rechnet mit den Magazin-Verantwortlichen ab: Unter Chefredakteur Aust seien Ernsthaftigkeit und Problemdurchdringung verloren gegangen.
«Der Akzent auf Wirtschaftsthemen, die Vernachlässigung politischer Entwicklungen und Probleme zugunsten der Personalisierung, die Verlagerung auf die so genannten weichen Themen: All dies kennzeichnet heutzutage den 'Spiegel' und hat das Magazin zu einem geschwätzigen Blatt unter anderen gemacht. Der Fisch stinkt vom Kopf.», so Augstein.Dies habe Auswirkungen auch auf anderer Blätter. Wenn der «Spiegel» seine Standards freiwillig aufgebe, «haben andere Zeitungen und Magazine keinen Grund, sich mehr um Ernsthaftigkeit, Ausführlichkeit und Problemdurchdringung zu bemühen. Der Aufwand an Zeit und Geld lohnt sich nicht: Die Konkurrenz ist ja weggefallen.» (nz)