17. Aug 2005 09:07, ergänzt 11:18
Ach ja, freuen wir uns auf das Spiel heute Abend. Holland-Deutschland: Allein das viele Orange auf den Rängen wird die Laune wie von selbst heben.Diese Farbe tut einfach gut. Die gleichnamige Frucht begriff es als erste. Dann kam die deutsche Müllabfuhr, die Ukraine und die CDU ließen nicht lange auf sich warten, und nun wollen auch noch die renitenten Siedler im Gaza-Streifen von der weltweiten Sympathie für diese Farbe profitieren!
Das war nicht immer so. Daran erinnert Matthias Heine in einem schönen Artikel für das Feuilleton der
: Orange, «die Farbe die niemand mag», urteilt ein Standardwerk aus dem Jahre 1988. Damit zu den nachhaltigen Veränderungen im Medienbereich:
Stichwort
. Noch ist zum Beispiel das Herausgebergremium der «FAZ» frauenfrei. Dass die Frauen in der Kultur- und Bewusstseinsindustrie an die Macht drängen, ist indes kaum zu bestreiten. Man braucht sich nur einmal die TV-Moderatorinnen anzuschauen! Heute in der Porträtreihe «Frauen die moderieren, sind gefährlich»: Ursula Heller vom Bayrischen Fernsehen («FAZ» S. 36).
Angefangen hat sie beim Radio, bei Thomas Gottschalk und Günther Jauch.
«Ich war damals ein Sensibelchen, aber als ich anfing, war es für Frauen trotzdem wahnsinnig leicht.»
Solch herben Charme der Ehrlichkeit ist es nicht gerade, was die Welt der Lobbyisten auszeichnet.
Man hat sie ja schon fast wieder aus dem Blick verloren: die «wachsende Verquickung von Politik, Medien und Lobbygruppen». Nur noch schwach erinnert man sich an Namen wie
.Heute nun liest man den Namen dieser Firma mal wieder. In der
. Strippenziehen bedeutet zum Beispiel ein «Rundumsorglos-Paket» für Unternehmensvertreter: Gespräche mit Fraktions- und Ausschussvorsitzenden samt Fete im Pergamon-Museum und «Interview beim Spiegel und der Welt am Sonntag».
Elitz spricht der WMP immerhin das Verdienst zu, «diese Form der Interessenvertretung aus den Hinterzimmern ans Scheinwerferlicht gebracht zu haben».
In einer guten und gerechten Welt wäre der Lobbyismus natürlich völlig unbekannt. Dass er nun im Gegenteil so stark geworden ist, habe auch ein Journalismus zu verantworten,
«der täglich ein neues Opfer zur Schlachtbank führt, statt Zukunftsthemen zu setzen und mit Nachdruck zu verfolgen.»
AltpapierkorbNeue Wege in der Schleichwerbung gehen die USA. Stichwort: «Branded Entertainment». Mehr in der
.Am Donnerstag füllt sich der Altpapierkorb wieder gegen 9.00 Uhr