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Kemper und Lobenstein verlassen BBDO

30. Mrz 2004 18:09, ergänzt 18:20
Die designierten BBDO-Chefs Andre Kemper und Hubertus von Lobenstein werden die Werbegruppe verlassen. Statt ihrer wird Olaf Göttgens die Werbeagentur in Zukunft führen.

Es ist der Werbe-Eklat des Jahres: Andre Kemper und Hubertus von Lobenstein verlassen die Werbeagentur BBDO, noch ehe sie mit ihrer Arbeit richtig begonnen haben. Das teilte die Kreativgruppe am Dienstag in Düsseldorf mit. Die Entscheidung sei das Ergebnis einer geplanten Reorganisation der Werbeagentur-Gruppe. Kemper und Lobenstein sollten ursprünglich die BBDO-Führung übernehmen und im April Rainer Zimmermann beerben.

Veränderte Verantwortlichkeiten der deutschen Geschäftsführung hätten den Schritt notwendig gemacht, hieß es weiter. Statt dessen werde Olaf Göttgens, derzeit Chef von BBDO Consulting, Zimmermanns Nachfolger. In Kürze werde außerdem Carsten Heintzsch von Saatchie & Saatchie zu BBDO wechseln und die kreative Führung von BBDO-Campaign in Berlin übernehmen.

Lobenstein scheiterte an BBDO-Managern

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Kemper und Lobenstein wurden Anfang des vergangenen Jahres von der Londoner Agentur Saatchie & Saatchie und der Hamburger Agentur Springer & Jacobi abgeworben. Lobenstein habe sich allerdings mit den starken Chefs der BBDO-Töchter überworfen, berichtete die «Financial Times Deutschland» (FTD) am Dienstag.

Kemper wurde der «FTD» zufolge das Angebot gemacht, gemeinsam mit Göttgens die BBDO-Führung zu übernehmen. Kemper habe sich allerdings entschieden, mit dem Audi-Marketing-Manager Michael Trautmann eine Agentur in Hamburg zu gründen, spekulierte die «FTD». BBDO habe ein Interesse daran, Kemper weiter an BBDO zu binden, hieß es weiter. Die US-Firma Omnicon solle sich außerdem an Kempers geplanter Hamburger Agentur beteiligen.

Kemper und Lobenstein hatten mit ihrem Wechsel zu BBDO für mehrfache Tumulte in der Szene gesorgt: So wurde den beiden vorgeworfen, sie hätten Mitarbeiter von Springer & Jacoby abgeworben. Außerdem gerieten sie sich mit Jung von Matt in die Haare, als zweifelhafte Abwerbeversuche des Kunden Sixt bekannt wurden. (nz)

 
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