30. Mrz 2004 11:12
58 Jahre hatte er die Sendung «Briefe aus Amerika» moderiert. Der Journalist Alistair Cooke starb im Alter von 95 Jahren.
Der BBC-Journalist Alistair Cooke ist tot. Er starb im Alter von 95 Jahren in New York, teilte die BBC mit.Cooke war weltberühmt – vor allem für seine Radiokolumne «Briefe aus Amerika», die er 58 Jahre lang moderierte. Diese hatte er Anfang März einstellen müssen, weil er wegen einer Herzkrankheit nicht mehr arbeiten konnte.
Der britische Premierminister Tony Blair sagte: «Ich war ein großer Fan von ihm». Cooke sei einer der größten Rundfunkjournalisten aller Zeiten gewesen.Cooke war seit 1934 bei der BBC, zunächst als Filmkritiker. Mit den «Briefen aus Amerika» begann er 1946. Die fünfzehnminütige Sendung wurde über den BBC World Service nach Europa, Asien, Afrika, Amerika und den Nahen Osten ausgestrahlt.
Auch für amerikanische Sender arbeitete Cooke. Von 1936 bis 1937 war er Londoner Korrespondent für den US-Sender NBC. Für den «Manchester Guardian» berichtete er zwischen 1945 und 1948 von den Vereinten Nationen. Bis 1972 war er dessen Chefkorrespondent. (nz)