netzeitung.deEbner übernimmt BZ Bank

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Der Schweizer Finanzinvestor Martin Ebner (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Schweizer Finanzinvestor Martin Ebner
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der hochverschuldete Finanzinvestor Martin Ebner hat die Schweizer BZ Bank übernommen. Fast das gesamte Kapital ging aber vorher noch an die Mutter BZ Group.

Der Finanzinvestor Martin Ebner hat zusammen mit dem Management die BZ-Bank - eine Tochter der Schweizer BZ Group – übernommen. Das teilte die BZ Bank am Donnerstag mit. Vorher wurden noch 170 Millionen Schweizer Franken (rund 122 Millionen Euro) an Dividenden an die Muttergesellschaft ausbezahlt. Das Eigenkapital der Bank sank damit auf 30 Millionen Franken.

Ebner war einer der größten Finanzinvestoren der Schweiz, ist aber mittlerweile hochverschuldet. Auch die BZ Gruppe - an der Ebner beteiligt ist - trägt eine hohe Schuldenlast. Neben Ebner selber sind seine Frau Rosmarie Ebner und die Mitglieder der Geschäftsleitung der BZ Bank, Alfred Böni und Ralph Stadler an dem Management-Buy-Out (MBO) beteiligt.

Kaufpreis unbekannt
Wichtig sei, dass die Bank jetzt komplett von der Gruppe getrennt sei, sagte Ralph Stadler, Teilhaber der Bank und Sprecher der Gruppe, laut Schweizer Medienberichten. Der Markt hatte im Zuge der finanziellen Schwierigkeiten der Muttergesellschaft auch an der Bonität der Bank gezweifelt.

Jetzt seien die Verhältnisse klar und die Bank könne sich wieder dem Aufbau der Geschäfte widmen, sagte Stadler weiter. In diesem Zusammenhang werde auch die Beschäftigtenzahl erhöht - sie betrug per Ende Jahr noch 18. Im ersten Quartal sei unter dem Strich die Gewinnschwelle erreicht worden. Im letzten Jahr war der Reingewinn von 76 Millionen auf 1,6 Millionen Franken eingebrochen.

Martin Ebner werde nicht im Verwaltungsrat der Bank Einsitz nehmen, sagte Stadler weiter. Er sei Aktionär und Berater der Bank. Über den Kaufpreis der Bank sei Stillschweigen vereinbart worden. (nz)