29.11.2002
Herausgeber: netzeitung.de
Senait
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die aus Eritrea stammende Sängerin Senait vertritt die «taz» beim deutschen Vorentscheid zum Schlager-Grand-Prix. Den Text ihres Liedes können die Leser noch selbst dichten.
Die aus dem ostafrikanischen Eritrea stammende Sängerin Senait nimmt für die Berliner «tageszeitung» an der deutschen Vorentscheidung zum Schlager Grand Prix 2003 teil. Mit der 25 Jahre alten Sängerin habe die Zeitung eine Künstlerin gefunden, die «ein modernes, tolerantes Deutschland verkörpert», sagte Chefredakteurin Bascha Mika am Freitag.
Mit neun Jahren sei ihr als Beduinin verkleidet die Flucht aus einem Kindersoldatencamp in Eritrea gelungen, schreibt die Sängerin auf ihrer Website. Drei Jahre später, im Dezember 1988, sei sie schließlich nach Deutschland gekommen, wo ihr Vater als Diplomat tätig gewesen sei. «Schon als Kind habe ich ständig gesungen. Während der Kriegszeit in Eritrea hat mit das Singen sehr geholfen», berichtet Senait.
Inzwischen hat die Sängerin zwei Singles produziert und Lieder für die «No Angels» geschrieben. Die «taz»-Leser dürfen sich indirekt auch an dem Grand Prix beteiligen. Das Blatt hat einen Textwettbewerb gestart.
Neben der «taz» haben auch «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» und die «Bild»-Zeitung eigene Künstler nominiert. Für die «FAS» singt «Der Junge mit der Gitarre», «Bild» tritt mit Kanzlerstimmen-Imitator und «Steuersong»-Star Elmar Brandt an. (nz)