+++ Dabei lehrt das Arte-Programm, dass es auch ganz anders geht: 600 Minuten Sendung zu einem griffigen Thema wie der
«Apokalypse» ohne schlechtes Laienspiel, nur mit Menschen, die etwas erklären und das zur besten Sendezeit.
So kennzeichnet die 12-teilige Reihe eine visuelle Kargheit, die kein deutscher Programmdirektor auch nur um 23 Uhr auf ein Drittes Programm lassen würde. Heißt es in der «SZ» (Seite 17). Und auch
'taz' und «FAZ» (Seite 36) sind begeistert. Nur
Harald Keller meint in
'FR' (im
'KStA' beschreibt er den «Apokalypse»-Stil gemeinsam mit «Kna»):
Somit werden die Anhänger einer puristischen Gestaltung, denen szenische Nachstellungen ein Gräuel sind, hier höchste Befriedigung erlangen. Beim übrigen Publikum sind Ermüdungserscheinungen nicht auszuschließen. +++ Wo wir beim Fernsehprogramm sind: Eine
neue Johannes-Mario-Simmel-Neuverfilmung ist anzuzeigen, bei der aus Gründen der Aktualisierung die Schatten der Nazi-Vergangenheit durch die Schatten der RAF-Vergangenheit ersetzt wurden.
Tilmann P. Gangloff ist in
'FR' und
'KStA' von dieser Idee begeistert:
Sie ist brillant.. +++ Das sieht
Barbara Sichtermann im
'Tagesspiegel' anders:
Die RAF kann einem geradezu leidtun, dass sie und ihr zwiespältiger Mythos auf derart schamlose Weise zur Konstruktion von Effekten (Buch: Günther Schütter) ausgenutzt wird. +++ Die
'Berliner' spricht mit der
Hauptdarstellerin Iris Berben. +++ Wenig Widerrede dürfte indes das
'taz'-Lob für die jüngste Simpsons-Staffel hervorrufen. +++ Groß ist der Ärger indes beim
'Tagesspiegel' über das Ende von
Klaus Walters HR2-Radiosendung «Der Ball ist rund». +++ Groß ist auch der Ärger über die Absetzung der HR-Sendung «Herrchen gesucht», die nach
Senderangaben zuletzt zu wenig Leute geschaut haben ein Agenturbericht auf
'Welt-Online' und beim
'KStA'. +++
Letzterer informiert noch einmal über die DW und China sowie deren Pläne für die Zukunft. +++ Die DW und ihre
usbekische Partnerorganisation (
'taz'). +++ Der Rückzug von Condé Nast-Geschäftsführer
Bernd Runge ändert nichts am Fortbestand von «Vanity Fair», hat der
'Tagesspiegel' herausgefunden. +++
Ebenda: Wie ein
Gerichtsmediziner den eigenen Berufsstand im Fernsehen repräsentiert sieht. +++
Hans Leyendeckers Laudatio auf
Peter Merseburger, der vom Netzwerk Recherche den «Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen» erhält auf
Sueddeutsche.de. +++ Besondere mediale
Scharmützel unserer Tage: Nokia vs. Google (
'FAZ'). +++ Und Berlusconi vs. Murdoch (
'FTD', «FAZ», Seite 16). +++ Schleswig-Holstein vs. «Rotten Neighbor» («SZ», Seite 17). +++ Ebenda: Der Kampf ums Überleben bei der liberalen türkischen Zeitung «Taraf». +++ Ab 2014 will das IOC für Olympia-Übertragungen
mehr Geld und deshalb nicht mehr mit der EBU, sondern mit den Ländern einzeln verhandeln (
'KStA'). +++ Eine akustische Flaschenpost fürs Jahr 2099 (
'FR'). +++ Bis dahin: Wir müssen uns mehr/wieder
Familiengeschichten erzählen (
'FAZ'). +++
Der Altpapierkorb füllt sich morgen wieder gegen 10 Uhr.