Die Argumente sind derart bekannt, dass
Jürgen Schmieder in der
'SZ' aus einem Text von ZDF-Chefredakteur
Nikolaus Brender aus dem Jahr
2007 zitieren kann, ohne das einem das auffallen würde. Brender will darin den «einsetzenden Selbstreinigungsprozess» unterstützen.
Da spricht die Einzelfall-Fraktion, die in jedem positiv getesteten Fahrer allein das
funktionierende System der Kontrollen erkennen will. Spannend bleibt die Frage, wie viele Einzelfälle die Glaubwürdigkeit braucht resp. aushält.
Unkt die
'SZ'. Die in der kartellamtlichen Forderung, vor 20 Uhr Berichte von den Samstagsspielen im Free-TV zu übertragen eine «Lex Sportschau» erkennt. Denn für einen Pay-TV-Anbieter wie Premiere gewinnen die
Fußballbilder ja nur dann an Wert, wenn sie nicht eine Stunde nach Abpfiff auch ohne Abo zu sehen sind.
Wer wäre der Verlierer einer deutschen Gratiszeitung? Auch wenn sich die
Branche bislang einig war, dass jeder Tag ohne Gratiszeitung ein guter Tag ist, lässt die Post von ihrem Projekt aus den Tagen der Konkurrenz mit dem ehemaligen Postdienstleister-Besitzer Springer nicht ab, wie die
'FTD' weiß. Diesmal allerdings mit Unterstützung von
Verlagshäusern:
Selbst der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) will inzwischen nicht mehr ausschließen, dass einzelne Verlage aus der Abwehrlinie gegen das Gratisblatt der Post «ausscheren» könnten. Der Grund:
Bislang kompensieren die Online-Werbeerlöse die Rückgänge im Print nicht. Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen drängt sich damit das Thema «Gratispublikation» wieder auf - sei es mit der Post oder eben im Alleingang. +++ Relativ geschlossen haben gestern einige Verlagshäuser eine so genannte
Münchner Erklärung herausgegeben über ihre
Vorstellungen der Internetaktivitäten von ARD, ZDF und DLF. Heute melden sich die Zeitungen zu Wort, die zu Häusern gehören, die nicht unterschrieben haben.
'FR' und
'KStA' (beide DuMont) fassen zusammen, die
'taz' (sich selbst) mault:
Irgendwie hatte man gehofft, die leidige Diskussion über expansionsversessene ARD- und ZDF-Sender, die der tapferen deutschen Presse per Internet das Lebenslicht ausblasen wollen, hätte sich einigermaßen versachlicht. +++ Die
Öffentlich-Rechtlichen nehmen's bekanntlich gelassen:
Sie sei «schon heute ein Papier von gestern» und verkenne die Realitäten im globalen Medienmarkt, so ZDF-Intendant Markus Schächter («taz»). Das prekäre Verhältnis zu gestern und heute und morgen verbindet die Münchner Erklärung mit der deutschen Ausgabe von «Elle», die
20 wird. Die
'Berliner' gratuliert:
Und über die seismographischen Talente der Redaktion ist im Burda-Factsheet zu lesen: «Was morgen längst von gestern ist - all das steht heute schon in Elle.» Was soll dieser toll klingende Satz bedeuten? +++
25 Jahre tot ist Erik Ode, Darsteller des «Kommissar», der gerade wieder am Sonntagabend auf 3sat wiederholt wird. Der
'KStA' und über den Umweg ihrer
'Fundstücke'-Serie die «FAZ» (Seite 40) würdigen. +++ Ehe wir auf die Frühbesprechung des GNT-Aufgusses «Simply the Best» auf
'Welt-Online' verweisen, doch rasch wieder zurück zu den hard facts. Die
'NZZ' hat mit
Paul E. Steiger, dem Chef des privat finanzierten
Recherchebüros Pro Publica gesprochen, das
unlängst mit seinem ersten Beitrag für Furore sorgte. +++ Eine
Posse spielt sich beim BR ab, Auslöser sind interne und juristische Streitigkeiten ob eines Beitrags über den mutmaßlichen Kinderschänder und Guru «Shanti». Die «SZ» (Seite 17) berichtet. +++ Google wächst
langsamer (
'FTD'). +++
Der Altpapierkorb füllt sich Montag wieder gegen 10 Uhr.