30. Jun 2008 11:17
Auch im 15. «Schimanski»-Solo ist Denise Virieux wieder als Freundin des Ober-Machos zu sehen. Die Schweizerin hätte dabei gerne mehr von Partner Götz George - mit Ausnahme des Schnurrbarts.
So bleibt es nun auch im schon 15. «Schimanski»-Solo am 20. Juli in der ARD: Während Schauspieler Götz George (er wird am 23. Juli 70) als Schimanski im Krimi eine «Schicht im Schacht» einlegt und endlich einen weit zurückliegenden Fall aufklärt, behilft sich seine sporadische Geliebte mit Reiki, einer asiatischen Methode zur Selbstfindung. Sehr zu Schimanskis Verdruss, der die gemeinsame Wohnung regelmäßig mit Reiki-Jüngerinnen voll gestopft findet.Marie-Claire lächelt dazu nur überlegen. Denn auch das gehört zu ihrer Rolle: Dass sie bei aller «Schimi»-Liebe ihren eigenen Kopf behält. Was aber eine so attraktive, selbstbewusste Frau gerade an einen Macho-Rüpel wie Schimanski bindet, wo man eher doch einen Sky du Mont mit Goldknöpfen und Präzisionsscheitel an ihrer Seite vermuten könnte? Die alte Mär von «The lady and the tramp»? Vielleicht. Denise Virieux hebt die Schultern.
Vor recht genau zehn Jahren war die 1964 in Lausanne geborene Schweizerin schon im ersten «Schimanski»-Film dabei, und hätte ihr damals jemand prophezeit, sie würde diese Rolle auch noch zehn Jahre später spielen, «hätte ich ihn vielleicht für etwas verrückt gehalten». Wie lange sie die Marie-Claire noch sein wird, weiß sie selber nicht: «Es wird ja von Mal zu Mal entschieden, ob es noch einen nächsten «Schimanski» geben wird.»