Pressefreiheit in Gefahr: 

netzeitung.de«Billige Lohnschreiber» bedrohen Journalismus

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Journalisten in Berlin (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Journalisten in Berlin
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Leiharbeitnehmer statt qualifizierter Redakteursstellen. Die Praxis vieler Verlage Redakteursstellen nicht zu besetzen, gefährdet nach Auffassung des Journalistenverbandes die Pressefreiheit.

Der Deutsche Journalisten-Verband hat zum Tag der Arbeit am 1. Mai die Bedrohung der unabhängigen Presse durch immer mehr Leiharbeit in den Redaktionen angeprangert. «Einige Verleger setzen alles daran, Journalisten zu billigen Lohnschreibern zu degradieren», kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken am Mittwoch.

Er nannte in dem Zusammenhang mehr als ein Dutzend Zeitungsverlage in Deutschland, die nach seinen Angaben qualifizierte Redakteursstellen ausschließlich dauerhaft mit Leiharbeitnehmern besetzen. Weitere Einschränkungen drohen der Pressefreiheit aus Sicht des DJV durch staatliche Repressalien.

Der jüngste Bespitzelungsskandal des Bundesnachrichtendienstes gegen eine Spiegel-Reporterin habe einmal mehr gezeigt, dass die Tendenz staatlicher Behörden ungebrochen sei, die Rechte von Journalisten zu verletzen, sagte Konken. Die Politiker erinnerte er daran, dass sie dem Schutz der Grundwerte verpflichtet seien, also auch der Pressefreiheit. Am 3. Mai ist der Welttag der Pressefreiheit. (dpa)