Finanzierung gestoppt: 

netzeitung.deNach Putin-Affäre macht Boulevardblatt dicht

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Mit ihnen soll die Einstellung nichts zu tun haben. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mit ihnen soll die Einstellung nichts zu tun haben.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Woher die Moskauer Zeitung von den angeblichen Hochzeitsplänen des verheirateten russischen Präsidenten erfahren haben will, ist immer noch unklar. Der Verleger hat jetzt aber eine klare Entscheidung getroffen.

Der Eigentümer der Boulevardzeitung «Moskowski Korrespondent», der Politiker und Unternehmer Alexander Lebedew, hat die Finanzierung des Blattes, das über eine angebliche Hochzeit des russischen Präsidenten Putin berichtet hatte, gestoppt. Die Zeitung arbeite defizitär, sagte ein Mitarbeiter nach Angaben der Agentur Interfax zur Begründung. Mit dem Putin-Skandal habe die Entscheidung Lebedews nichts zu tun.

Lebedew sagte, er halte die Geschichte von Putins Affäre mit der 24 Jahre alten Turnerin Alina Kabajewa und die Scheidung von seiner Frau, eher für eine «Zeitungsente» und legte der Redaktion nah, sich zu entschuldigen. Das Blatt hatte sich bei seinen Putin- Berichten vom 11. und 14. April auf informierte Kreise in Putins Heimatstadt St. Petersburg berufen.

Die Meldung von der «Hochzeit des Jahrhunderts», so die Überschrift in «Moskowski Korrespondent», war von allen anderen Medien des Landes über Tage ignoriert worden. Es ist in der russischen Medienlandschaft ein ungeschriebenes Gesetz, dass über das Privatleben der Präsidentenfamilie nicht ohne Zustimmung des Kremls berichtet werden darf. Deshalb wird bis heute spekuliert, weshalb die Boulevardzeitung diesen in der Ära Putin einmaligen Tabubruch wenige Wochen vor der Amtsübergabe von Putin an den gewählten Nachfolger Dmitri Medwedew wagte. (dpa)