18. Apr 2008 22:24
Woher die Moskauer Zeitung von den angeblichen Hochzeitsplänen des verheirateten russischen Präsidenten erfahren haben will, ist immer noch unklar. Der Verleger hat jetzt aber eine klare Entscheidung getroffen.
Lebedew sagte, er halte die Geschichte von Putins Affäre mit der 24 Jahre alten Turnerin Alina Kabajewa und die Scheidung von seiner Frau, eher für eine «Zeitungsente» und legte der Redaktion nah, sich zu entschuldigen. Das Blatt hatte sich bei seinen Putin- Berichten vom 11. und 14. April auf informierte Kreise in Putins Heimatstadt St. Petersburg berufen. Die Meldung von der «Hochzeit des Jahrhunderts», so die Überschrift in «Moskowski Korrespondent», war von allen anderen Medien des Landes über Tage ignoriert worden. Es ist in der russischen Medienlandschaft ein ungeschriebenes Gesetz, dass über das Privatleben der Präsidentenfamilie nicht ohne Zustimmung des Kremls berichtet werden darf. Deshalb wird bis heute spekuliert, weshalb die Boulevardzeitung diesen in der Ära Putin einmaligen Tabubruch wenige Wochen vor der Amtsübergabe von Putin an den gewählten Nachfolger Dmitri Medwedew wagte. (dpa)