Die «Glorreichen Sieben» - so die ARD-Werbung - werden durch die Live-Reporter Steffen Simon und Tom Bartels ergänzt. Der 42 Jahre alte Bartels kommentiert am 29. Juni das Endspiel aus Wien. Alle 31 Spiele werden original im Radio übertragen und erstmals live auch im Internet-TV. Im Gegensatz zur WM 2006 in Deutschland sitzt RTL als zusätzlicher Live-Fernsehsender diesmal nicht im Boot. Die Rechte für die Begegnungen am letzten Gruppenspieltag, die jeweils zeitgleich angepfiffen werden, gingen komplett an die öffentlich-rechtlichen Sender.Der Privatsender RTL hatte nach der späten Entscheidung im Rechte- Poker im vergangenen Jahr das wirtschaftliche Verhalten von ARD/ZDF scharf kritisiert. Beide Sender sollen rund 115 Millionen Euro für die EM-Rechte bezahlt haben. Das entspricht einem Durchschnittspreis von 4,25 Millionen Euro pro Partie. Die TV-Verantwortlichen hoffen deshalb auf gute Quoten und auf den Einzug des DFB-Teams in das Finale. «Unsere Mannschaft hat sich unter Bundestrainer Löw systematisch entwickelt. Sie zählt zu den Favoriten, ist aber nicht mein Top-Favorit», sagte Ex-Nationalspieler Netzer. Er legte sich auf Weltmeister Italien fest: «Da stimmt die Mischung aus Arbeitern und hervorragenden Spielern.» (Peter Hübner, dpa)