Umstrittene Doping-Berichterstattung: 

netzeitung.deARD-Journalist Seppelt unterliegt vor Gericht

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Umstrittene Doping-Berichterstattung 

Lupe ARD-Journalist Seppelt unterliegt vor Gericht

Das Hamburger Landgericht hat eine einstweilige Verfügung gegen den Sportjournalisten bestätigt. Der Deutsche Ski-Verband warf Seppelt eine falsche Berichterstattung vor.

Der Journalist Hans-Joachim Seppelt hat in der gerichtlichen Auseinandersetzung um seine Dopingberichterstattung verloren. Nach WDR-Angaben lehnte das Hamburger Landgericht den Widerspruch des Sportjournalisten gegen die einstweilige Verfügung des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) ab. Seppelt und der WDR prüfen nach Angaben des Senders, ob sie das Urteil anfechten.

Der DSV wirft Seppelt vor, seine Athleten in der Berichterstattung über die Affäre einer Wiener Blutbank pauschal unter Dopingverdacht gestellt zu haben, ohne Beweise oder Namen verdächtiger Sportler zu nennen. Der Rechtsstreit richtet sich gegen Seppelt als freier Journalist. Er wird dabei vom WDR unterstützt.

ARD entschuldigte sich im laufenden Programm
Seppelt hatte seine Meldung zum Dopingverdacht Mitte Januar über die «Tagesschau» verbreitet. Weil er sie zudem eigenmächtig an Nachrichtenagenturen verschickte, sie eine Agentur aber unzulässig verkürzt an andere Medien weiterleitete, erhielt sie zusätzliche Brisanz.

Für die von Seppelt geäußerten Pauschalvorwürfe entschuldigte sich die ARD anschließend sogar im laufenden Programm. Während Moderator Michael Antwerpes von einer «journalistischen Fehlleistung» sprach, bezeichnete die Sendergemeinschaft den Inhalt der Recherchen allerdings zu keinem Zeitpunkt als falsch.

Der WDR hielt an Seppelt fest: Der freie Journalist recherchiert noch immer im Auftrag des Kölner Senders, auch in der Wiener Doping-Affäre, und ist zudem nach wie vor für einen Einsatz bei den Olympischen Spielen in Peking eingeplant. Außerdem soll er eine Dokumentation über das Sportgebaren in China abliefern, die im Ersten laufen soll. (epd)