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Auseinandersetzung um Dienstende: 

Aust einigt sich mit Spiegel-Verlag

07. Mrz 2008 15:34
Hat sich mit seinem Arbeitgeber geeinigt
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Es ging in dem monatelangen Streit angeblich um mehrere Millionen Abfindung: Zwischenzeitlich hat der Verlag seinem ehemaligen Chefredakteur einfach Nachfolger ins Büro gesetzt und ihn freigestellt. Jetzt ist es zu einer Einigung gekommen.

Ohne weitere gerichtliche Auseinandersetzung scheidet der gekündigte Chefredakteur des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel», Stefan Aust, aus dem Hamburger Spiegel-Verlag aus. Wie die ihn vertretende Kanzlei Matthias Prinz am Freitag in Hamburg mitteilte, wird der 61-Jährige das Blatt verlassen.

Eine Sprecherin des Spiegel-Verlags bestätigte die außergerichtliche Einigung. Aust, der seit Anfang Februar freigestellt ist, scheidet mit sofortiger Wirkung aus. Beide Seiten wollten sich zu Details der Vereinbarung nicht äußern. In verschiedenen Medien war im Zuge des Gerichtsstreits über eine Abfindung in Höhe von vier bis fünf Millionen Euro spekuliert worden.

Mit der Einigung endet eine schlagzeilenträchtige Auseinandersetzung. Austs Vertrag war im November 2007 auf Betreiben des Hauptanteilseigners, der Mitarbeiter KG, nicht über Ende 2008 hinaus verlängert worden.

Verjüngung und Modernisierung

Eine Verjüngung an der Spitze und eine Modernisierung im Blatt waren für die Mitarbeiter nach deren Darstellung die Hauptgründe für die Neubesetzung der Chefredaktion. Der «Fernsehmann» Aust, noch von Magazingründer Rudolf Augstein gegen den Willen der Redaktion berufen, leitete 13 Jahre lang das Blatt und hielt es stabil bei einer Millionen- Auflage.

Aust hatte gegen seine Kündigungen Klage vorm Arbeitsgericht in Hamburg eingereicht; darüber sollte Anfang Mai erneut verhandelt werden. Aust war der Auffassung, dass er seine Funktion als Chefredakteur des «Spiegel» noch bis 2010 ausüben könne, seine Tätigkeit als Herausgeber bei Spiegel TV noch bis 2013. Nach einem ergebnislosen Gütetermin Anfang Februar war Aust von seinen Aufgaben freigestellt worden.

An die «Spiegel»-Spitze rückten damals Mathias Müller von Blumencron und Georg Mascolo, die beide seit mehr als 15 Jahren für die Medien der Spiegel-Gruppe tätig sind. Am Spiegel-Verlag sind die Mitarbeiter KG mit 50,5 Prozent, der Verlag Gruner + Jahr mit 25,5 Prozent und die Erben des Magazingründers Rudolf Augstein mit 24 Prozent beteiligt. (dpa)

 
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