Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Gewinneinbruch weggesteckt: 

RTL Group schüttet Rekorddividende aus

05. Mrz 2008 11:44
Der RTL Sender in Köln gehört auch zu Hauptgewinnbringern
Bild vergrößern
Trotz geringerer Gewinne als im Vorjahr will Europas größter Fernsehanbieter seine Aktionäre glücklicher machen als je zuvor. Eine Kartellstrafe hatte das Ergebnis des Konzerns getrübt.

Die RTL-Group, zu der auch die deutschen Fernsehsender RTL, RTL II, Vox, Super RTL und N-TV gehören, hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 674 Millionen Euro erwirtschaftet. 2006 hatte der Gewinn noch 1,1 Milliarden Euro betragen. Grund für den geringeren Profit seien «Einmaleffekte», wie eine Zahlung von 96 Millionen Euro an das Bundeskartellamt, teilte die RTL Group am Mittwoch mit.

Das Kartellamt hatte den Werbevermarktern von RTL und ProSiebenSat.1 vorgeworfen, mit einem Rabattsystem bei der Vermarktung ihrer Werbezeiten kleine Konkurrenten benachteiligt zu haben. Das Verfahren wurde gegen Geldzahlung eingestellt.

Hauptgewinnbringer: deutsche Senderfamilie

Die Umsätze der RTL-Group stiegen 2007 um 1,2 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) stieg den Angaben zufolge von 851 Millionen Euro im Jahr 2006 um 5,5 Prozent auf 898 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Die Umsatzrendite (Ebita-Marge) sei von 15,1 auf nun 15,7 Prozent gestiegen. Geplant ist eine Dividende von insgesamt fünf Euro pro Aktie. Mehrheitsaktionär der RTL Group ist der Bertelsmann-Konzern, der rund 90 Prozent an dem Fernsehunternehmen hält.

Hauptgewinnbringer der RTL Group sei die deutsche Senderfamilie gewesen, hieß es. Positiv entwickelt habe sich auch die französische Senderfamilie M6 sowie das Produktionsunternehmen Fremantle Media. In Frankreich hätten die dortigen RTL-Radiosender inzwischen die Marktführerschaft erreicht.

«Neue Talente, neue Formate»

2007 sei das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Geschichte der RTL Group gewesen, sagte Vorstandschef Gerhard Zeiler. Das operative Ergebnis sei im sechsten Jahr in Folge gesteigert worden. Dazu hätten insbesondere die Fernsehsender in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich beigetragen. Die RTL Group werde nun in eine neue Phase geleitet, in der digitale Fernseh-Familien gegründet würden, die auf allen Verbreitungswegen präsent seien. «Wir werden dem steigenden Bedarf nach attraktiven Inhalten systematisch begegnen und unseren Produktionszweig Fremantle Media ausbauen mit neuen Talenten, neuen Formaten und Geschäften in neuen Märkten», sagte Zeiler.

RTL-Group ist zu 89,8 Prozent im Besitz der Bertelsmann AG, 10,2 Prozent der Aktien sind im Streubesitz. Im vergangenen Jahr hatte RTL eine Dividende von drei Euro pro Aktie ausgeschüttet. Ende des Jahres hatte RTL einen Kassenstand von mehr als einer Milliarde Euro erreicht. «Wir haben es für sinnvoller angesehen, das Geld den Aktionären zurückzugeben, als es auf der Bank zu lassen», sagte RTL-Vorstandschef Gerhard Zeiler am Mittwoch. Die Sendergruppe habe derzeit «kein reifes Ziel» für einen Zukauf in der Größenordnung über einer Milliarde Euro im Auge. (epd/dpa)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.