03. Feb 2008 16:42
Dass der Kulturrat mit der RTL-Suche nach einem Superstar nicht viel anfangen kann, überrascht nicht sehr. In der aktuellen Staffel aber sieht er ein neues Maß an «medialer Brutalität».
Fragwürdige Sendeformate seien keine Domäne der Privatsender in Deutschland, so Höppner. Auch bei RTL gebe es gut gemachte Sendungen, DSDS gehöre aber eindeutig nicht dazu. Die Lust an Erniedrigung und grenzenlosem Voyeurismus breite sich in den unterschiedlichsten medialen Plattfomen wie ein Krebsgeschwür aus, erklärte Höppner. Solche Formen «medialer Massenverrohung» blieben nicht ohne gesellschaftliche Folgen. RTL zeige sich in dieser Frage allerdings beratungsresistent. Deshalb müssten Politik und Verbände ihren Einfluss geltend machen, um die Entwicklung zu stoppen. (epd)