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Pauli verteidigt ihr Interview-Honorar

28. Nov 2007 15:10
Gabriele Pauli
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Ja, sie habe sich für ein Exklusivinterview bezahlen lassen, so Landrätin Gabriele Pauli. Getan habe sie das aber nicht nur des Geldes wegen.

Hat sie nun oder hat sie nicht? Antwort: Ja, sie hat. Ex-CSU-Politikerin Gabriele Pauli bestätigte nun, dass sie exklusive Informationen an die Zeitschrift «Vanity Fair» verkauft hat. Darin ging es um ihren Austritt aus der CSU, der am Mittwoch der vergangenen Woche erfolgte. In der Politik sei ein solches Vorgehen zwar nicht üblich, in anderen gesellschaftlichen Bereichen aber schon, verteidigte sich die Fürther Landrätin bereits am Dienstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Gegenüber dem Hörfunksender Antenne Bayern wurde Pauli einen Tag später noch deutlicher: «Der Aufstand, der da jetzt stattfindet, ist in gewisser Weise auch Doppelmoral». Finanzielle Details nannte die Politikerin in beiden Gesprächen nicht. Die Verhandlungen über die Konditionen habe sie dabei allein ihrem Agenten überlassen. Auch zur Höhe des gezahlten Honorars machte sie keine Angaben.

Bitte nur autorisiert

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Sie habe diesen Weg aber nicht allein des Geldes wegen beschritten. «Mir wurde garantiert, dass nur eine autorisierte Version des Interviews in dem Magazin erscheint,» sagte sie. Bei breiter gestreuten Informationen habe sie immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sehr unterschiedliche Versionen in den Blättern über sie erschienen. Das habe sie damit ausschließen wollen.

Von Seiten des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) wurde Paulis Vorgehen als «Scheckbuchjournalismus» abgelehnt. Die Information von Journalisten gehöre zu den Aufgaben von Politikern - «aber nicht unseriös gegen Bezahlung».

In dem Gespräch mit der dpa äußerte sich Pauli auch über ihre Zukunft. Nach dem Austritt aus der CSU sei sie nun offen für andere Parteien. «Das kann sowohl die Gründung einer neuen Partei als auch die Mitarbeit in einer bestehenden bedeuten», sagte Pauli. «Wichtig ist, dass ich meine politischen Vorstellungen umsetzen kann.» Auf die Frage, ob sie sich auch eine Mitgliedschaft bei den Grünen vorstellen könnte, sagte sie: «Zur Zeit ist alles offen.»(nz)

 
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