09. Okt 2007 20:18, ergänzt 10. Okt 2007 12:38
Johannes B. Kerner hat Eva Herman aus seiner Sendung geworfen. Die Ex-Moderatorin wollte zu ihren umstrittenen Äußerungen zur NS-Zeit keine Stellung beziehen. Kerner entschied sich für seine drei anderen Gäste.
Doch Herman wich mehrfach aus und ergänzte: Wenn man nicht über Familienwerte der Nazis reden dürfe, könne man auch nicht über die Autobahnen sprechen, die damals gebaut wurden. Gegen Ende der Sendung formulierte sie eine Art Fazit für sich selbst: Sie müsse einfach lernen, dass man nicht mehr über deutsche Geschichte reden könne, ohne sich zu gefährden. Protest der anderen Gäste ist die Folge. Wenig später wird es richtig ernst, Kerner gerät in eine schwierige Situation: Schreinemakers hat bereits ihr Problem verdeutlicht, überhaupt in dieser Runde sitzen zu müssen. Herman lächelt, indirekt zum Gehen aufgefordert, die Kritik noch hinweg. Kerner sagte, er habe Herman mehrfach Gelegenheit gegeben, sich klar zu äußern, habe aber nun keine weiteren Fragen. Um fast nahtlos eine weitere These aus Hermans Buch anzusprechen und der Autorin Gelegenheit zu gehen, sich erneut dazu zu verbreitern.
Die Kamera transportieren Schreinemakers genervten Blick, sie bläst die Backen auf. Wenige Minuten später die Beihnahe-Eskalation. Berger erhöht den Druck und sagt, dass sie gehen müsse. Schreinemakers interveniert ebenfalls. Kerner schweigt und überlegt, wie er aus deiser Situation rauskommt. «Eva, ich habe mich entschieden, mit meinen drei Gästen weiterzureden – und mich von dir zu verabschieden», sagt er, als die Proteste enden. Herman lächelt, steht auf, nimmt einen Packen Notizen mit und geht.