28. Sep 2007 08:09, ergänzt 13:35
Die frühere Tagesschau-Sprecherin Eva Herman will sich ihren Rauswurf beim Norddeutschen Rundfunk nicht gefallen lassen. Sie sieht sich als Opfer «böswilliger Unterstellungen».
Herman sieht sich als Opfer «böswilliger Unterstellungen». Die «linke und feministische Szene» habe sie unter Generalverdacht gestellt und «in die rechte Ecke geschoben», meinte sie. «Ich fühle mich nicht nur falsch interpretiert, sondern ich wurde eindeutig falsch zitiert.» Die Berichterstattung über sie bezeichnete Herman als «vorsätzliches Liquidieren durch eine zum Teil gleichgeschaltete Presse».Herman war wegen ihrer Äußerungen über die Familienpolitik der Nazi-Zeit in die Kritik geraten.
Über ihren Nachfolger beim NDR Yared Dibaba an der Seite von Talkkollegin Bettina Tietjen sagte sie dem Blatt: «Ich habe ihn noch nie gesehen.» Momentan verbringe sie viel Zeit mit ihrer Familie sowie in diversen Anwaltskanzleien. «Und ansonsten bin ich zu Hause, koche und backe Apfelkuchen, wie immer.»
Von Tietjen, die sich von ihren Äußerungen distanziert hatte, zeigte sich Herman in «V.i.S.d.P.» enttäuscht: «Meine Mutter hat in diesem Zusammenhang zu mir gesagt: Kind, jeder Mensch muss im Laufe seines Lebens derartige Erfahrungen machen, damit er Menschen kennenlernt.»