netzeitung.deSchleichwerbung der Bundesregierung kritisiert

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Van der Leyens Ministerium steht in der Kritik (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Van der Leyens Ministerium steht in der Kritik
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Familienministerium hat offenbar gezielt PR-Beiträge lanciert. Das sei der zweite Fall von fragwürdiger PR der Bundesregierung in nur einem Monat, kritisierte der Deutsche Journalistenverband.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die Bundesregierung aufgefordert, sofort alle Versuche von Schleichwerbung zu beenden. Die Berliner Werbeagentur A&B One habe Hörfunksendern sendefähige Beiträge und Zeitungen gelayoutete Berichte über das Erziehungsgeld geliefert, kritisierte der Verband am Dienstag unter Bezugnahme auf einen Bericht des ARD-Magazins «Report Mainz».

«Das ist Schleichwerbung in Reinform und hat nichts mit kritischem Journalismus zu tun», erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken. Das Material sei durch O-Töne beziehungsweise Zitate von Familienministerin Ursula von der Leyen angereichert gewesen, hieß es weiter. Ein Bundesministerium habe den Auftrag, die Öffentlichkeit über seine Arbeit zu informieren und nicht zu manipulieren.

Die Schleichwerbung des Familienministeriums sei bereits der zweite Fall fragwürdiger PR-Aktivitäten innerhalb der Bundesregierung in nur einem Monat. Vor kurzem war bekannt geworden, dass die für das Bundeswirtschaftsministerium tätige Agentur Flaskamp AG Kopplungsgeschäfte zwischen redaktioneller Berichterstattung und Anzeigenaufträgen betrieben hat.

Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg hatte daraufhin erklärt,
Kopplungsgeschäfte seien unerwünscht. An Zeitungen und Radiosender appellierte der DJV-Vorsitzende, von den Angeboten der Regierungsagenturen keinen Gebrauch zu machen. (AP)