Ermittler verteidigen Vorgehen gegen Reporter
14.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der Verein Berliner Staatsanwälte verteidigte das Vorgehen der Justiz am Dienstag. «Die groß angelegte Empörungskampagne» der Medien habe «keine Grundlage», erklärte die Vorsitzende des Vereins, Vera Junker. Die Staatsanwaltschaft sei zu den Ermittlungen verpflichtet. Amtsträger, die Dienstgeheimnisse verraten, sowie Journalisten, die solche Geheimnisse veröffentlichen, machten sich strafbar.
Junker sagte, mit den Protesten wolle man offenbar Straffreiheit für Journalisten erreichen, die zum Geheimnisverrat anstiften oder dazu Hilfe leisten. «Für dieses Ziel gibt es jedoch kein rechtspolitisches Bedürfnis», erklärte die Vereinsvorsitzende. Pressefreiheit und Informantenschutz seien durch die Rechtslage geschützt. Die Aufgabe der Medien, Missstände in Politik und Verwaltung aufzudecken, rechtfertige es nicht, Geheimnisträger zum Verrat anzustiften oder ihnen dabei behilflich zu sein. (dpa)

