18. Jul 2007 13:28, ergänzt 13:53
ARD und ZDF ziehen nach der positiven Doping-A-Probe des T-Mobile-Fahrers Sinkewitz die Konsequenz: Die Sender stellen ihre Berichterstattung von der Tour de France vorläufig ein.
Brender setzt darauf, dass alle Beteiligten nun «Klarschiff» machen würden. «Ich hoffe, wir haben einen Schritt dazu beigetragen», sagte er. Vor der Tour hatten ARD und ZDF angekündigt, ihre Berichterstattung vom wichtigsten Radrennen der Welt einzustellen, sollten erneute Dopingvergehen aufgedeckt werden. Sinkewitz war laut Mitteilung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) bei einer Trainingskontrolle am 8. Juni mit einem deutlich erhöhten Testosteron-Wert getestet worden. Dem Vernehmen nach lag der Wert bei 24 zu 1 - der zulässige Grenzwert liegt bei 4 zu 1. Fassungslos reagierte Sinkewitz auf die Nachricht. «Ich? Wieso ich? Davon weiß ich nichts. Das kann nicht sein», sagte der Fahrer am Mittwoch der dpa.
Sinkewitz muss innerhalb von fünf Tagen erklären, ob er die Öffnung der B-Probe beantragen will. «Sollte die B-Probe den positiven Befund bestätigen, wird der BDR die Einleitung eines Verfahrens beim Bundessportgericht beantragen und Patrik Sinkewitz aus allen Kadern streichen», erklärte der Verband in seiner Pressemitteilung.Nach der Affäre um die Toursieger Jan Ullrich und Bjarne Riis aus Dänemark hat das T-Mobile-Team sich dem Anti-Doping-Kampf verschrieben. Die positive A-Probe ist ein schwerer Schlag für das um Sauberkeit im Radsport kämpfende Team. «Wir haben Sinkewitz sofort suspendiert», sagte T-Mobile-Sprecher Stefan Wagner. Das Bonner Team hatte bereits vor kurzem durchgegriffen und den ebenfalls auffällig gewordenen Profi Sergej Gontschar erst vom Giro d'Italia suspendiert und dann entlassen. (dpa)