netzeitung.deWer «Christiansen vermissen» wird - und wer nicht

 Herausgeber: netzeitung.de

Manchmal zu forsch: Sabine Christiansen (Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH)

Lupe Manchmal zu forsch: Sabine Christiansen
Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH

Fast zehn Jahre prägte Sabine Christiansen mit der nach ihr benannten Talk-Sendung die Politik. Nun will sie Klavier spielen lernen. Netzeitung.de dokumentiert Lob und Tadel.

«Ich werde Sabine Christiansen vermissen. Alle, die heute meckern, werden es erst einmal besser machen müssen.» (FDP-Chef Guido Westerwelle, meist eingeladener Gast)

«Eine Illusion von Politik» (Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, SPD)

«Sie hat Bürgern auch Kompliziertes engagiert nahe zu bringen versucht» (Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, CDU)

«Christiansen war wie »Bild« – alle meckern darüber, doch die Quote war immer am höchsten – Ich wünsche ihr alles Gute» (Dietmar Bartsch, Bundesgeschäftsführer der Linkspartei auf Netzeitung.de)

«Die Oberflächlichkeit der Sendung hing auch mit der Art der Gesprächsführung von Sabine Christiansen zusammen, die häufig einen Gedanken abgeschnitten hat, bevor er richtig entwickelt werden konnte.» (Der Mainzer Politikwissenschaftler Jürgen Falter)

«Sabine Christiansen hat mit ihrer Talkrunde Mediengeschichte geschrieben.» (Grünen-Chefin Claudia Roth)

«Zu viel Durcheinandergerede» (SPD-Politiker und Wehrbeauftragter Reinhold Robbe)

«Europa ist zu kurz gekommen.» (Der Präsident des Europäischen Parlamentes, Hans-Gert Pöttering)

«Ich wäre gerne bei den Tagesthemen geblieben.» «Aber ein so fantastisches Angebot, wie den Talk am Sonntagabend zu übernehmen, konnte ich nicht ausschlagen.» (Christiansen-Nachfolgergin Anne Will)

«So wie ich Anne Will aus den Tagesthemen kenne, wird sie den Sendeplatz hervorragend füllen.» (Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke)


Quelle: «Neuen Osnabrücker Zeitung», Saarbrücker Zeitung