Anne Will sieht sich nicht als «Talk-Erzieherin»
22.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Will kann nach eigenen Worten besonders gut mit Gesprächspartnern, die schnell reagieren und Spaß an knackigen Fragen und Wortspielen haben. Darum führe sie zum Beispiel gerne Interviews mit Franz Müntefering, Gerhard Schröder und Angela Merkel. In ihrer neuen Talk-Runde am Sonntagabend will sich die 41-Jährige um eine «geordnete Diskussionskultur bemühen».
Allerdings mache sie sich auch keine Illusionen, ergänzte Will. «Ich bin ja nicht die Erzieherin.» Wenn man eine Diskussionsrunde im Fernsehen mache, «dann will man, dass diskutiert wird. Es wäre Quatsch, leidenschaftliche Debatten abzubrechen.»
Die Journalistin hat «durchaus großen Respekt» vor ihrer neuen Aufgabe. «Ich knüpfe schließlich an ein Erfolgsformat an. Sabine Christiansen hat über neun Jahre einen beeindruckenden Erfolg hingelegt. Und das muss ich erst mal bringen.» Ihre Talkshow «Anne Will» wird auch von ihr selbst produziert und wie «Sabine Christiansen» in Berlin stattfinden.
Große Veränderungen am Konzept der Sendung ihrer Vorgängerin wird es nicht geben. «Es kann nicht darum gehen, krampfhaft etwas anderes zu machen», sagte sie: «Schön wäre ja, an den Erfolg wirklich anknüpfen zu können.» Sie wolle es nicht übertreiben und werde nicht ein «Feuerwerk an neuen Ideen versuchen». Allerdings werde es ein neues Studiodesign geben, und sie sei anders: «Aber Talk-Sendung bleibt Talk-Sendung.» (Gregor Haake, AP)

