Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

«Tagesschau» kommt umsonst aufs Handy

19. Jun 2007 20:42
Bald auf dem Handy zu sehen: ARD-'Tagesschau'
Bild vergrößern
Die ARD hat sich auf eine neue digitale Strategie geeinigt. So soll beispielsweise künftig möglich sein, eine «Tagesschau» kostenlos auf dem Handy abzurufen.

Die ARD hat eine Digital-Strategie für das Erste und die Dritten Programme beschlossen. Demnach wird es bereits vom 16. Juli an eine «Tagesschau in 100 Sekunden» geben, die im Internet, aber auch auf Mobiltelefonen abgerufen werden kann, teilten die Intendanten des Senderverbunds nach ihrer Sitzung am Dienstag in Saarbrücken mit. «Wir müssen uns auf das flüchtige Publikum einstellen», sagte der Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR), Jobst Plog. Sein Sender beherbergt die «Tagesschau»-Redaktion ARD-aktuell.

Mehr in der Netzeitung:
Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff kündigte zudem an, auf der Internationalen Funkausstellung Ende August eine neue Online-Plattform der ARD für Fernseh- und Radioinhalte auf Abruf zu präsentieren. «Da ist es selbstverständlich, dass wir bestimmte Begrenzungen aus der analogen Rundfunkwelt in Frage stellen», sagte Raff. Er betonte, dass von «Angeboten» und nicht von Programmen für die digitale Welt die Rede sei. Auf der neuen Plattform sollen deshalb nicht nur einzelne Formate aus den ARD-Sendern bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung auf Abruf zur Verfügung stehen, sondern auch bisherige Inhalte neu aufbereitet werden.

Das ZDF hatte bereits zuvor angekündigt, mittelfristig die Hälfte seines Programms online zu stellen. Das Zweite baut seit Jahresbeginn seine Internet-Mediathek etappenweise aus. Die Intendanten der ARD haben keine solche Zielvorgabe mitgeteilt, ARD-Programmdirektor Günter Struve sagte jedoch: «Sie können sicher sein, dass die ARD irgendwann die 50 Prozent reißen wird.» In den nächsten Wochen wollen die Intendanten außerdem darüber entscheiden, ob für den Abruf einzelner, nicht mehr aktueller Produktionen langfristig auch Gebühren auf Abruf verlangt werden können.

Die Intendanten der neun Landesrundfunkanstalten haben zwar auch über einen Ausbau des Digitalkanals EinsExtra beraten, wollen darüber aber erst auf ihrer nächsten Tagung im September in Köln abschließend entscheiden. Der Vorschlag des NDR sieht vor, das von der «Tagesschau»-Redaktion produzierte Format «EinsExtra aktuell» von werktäglich vier auf täglich elf Stunden auszuweiten.

Offen ist, ob das Format mit seiner zum Jahresende geplanten Ausweitung auch unter der Marke der «Tagesschau» firmieren wird. «Ich hielte es durchaus für sinnvoll, diese Marke in die digitale Welt weiter zu ziehen», sagte der Erste Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke, in Saarbrücken. Das ZDF hatte bereits Anfang Juni eine «heute kompakt»-Sendung angekündigt. Sie soll ebenfalls eine Länge von 100 Sekunden haben und via Internet und Handy zu sehen sein. (epd)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.