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ARD will Extra-Geld für digitale Angebote

09. Mai 2007 21:40
ARD-Chef Fritz Raff
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Eine Finanzierung allein aus Rundfunkgebühren und Werbung reicht der ARD nicht aus. Der Sendeverbund will sich spezielle Angebote separat bezahlen lassen.

Beim Blick auf die Zukunft des Fernsehens schließt die ARD kostenpflichtige Angebote für die Zuschauer von morgen nicht aus. «Ich halte es für eine Illusion zu glauben, dass wir in der digitalen Welt ohne Mischkonzepte auskommen», sagte der ARD- Vorsitzende Fritz Raff am Mittwoch beim 9. Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig. Mischkonzept bedeutet, dass nicht mehr alle Angebote aus den Rundfunkgebühren bezahlt werden.

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«Vorstellbar ist zum Beispiel «Video on demand», bei dem der Nutzer einen Kosten deckenden Beitrag zahlt», sagte MDR-Intendant Udo Reiter. «Wir wollen damit aber keine großen Geschäfte machen.» Auch er wolle Mischmodelle im Öffentlich-Rechtlichen für die Zukunft nicht ausschließen, sagte Sachsens Staatskanzlei-Chef Hermann Winkler (CDU).

Sowohl die ARD als auch das ZDF erschließen derzeit im Zuge der Digitalisierung neue Übertragungskanäle außerhalb des Fernsehbildschirms. Die ARD bietet im Digitalkanal EinsExtra regelmäßig aktuelle Nachrichten. Die ZDF-«Mediathek» hält im Internet sieben Tage lang die Sendungen aus dem Zweiten Programm vor. Zudem bieten beide Sender Handy-TV an.

«Die ZDF-Mediathek kann nicht dauerhaft kostenlos zu haben sein», forderte der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien, Jürgen Doetz. Deutsche Privatsender hatten in Brüssel eine Beschwerde wegen der zunehmenden digitalen Aktivitäten der gebührenfinanzierten Konkurrenten eingelegt. Die EU-Kommission stellte das Verfahren gegen ARD und ZDF Ende April ein - und gab damit Rechtssicherheit für Angebote über Handy, Internet oder neue Digitalkanäle. (dpa)

 
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