02. Mai 2007 16:39
Als «alarmierend» sieht UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den Anstieg weltweiter Übergriffe auf Medienvertreter. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 150 Reporter getötet.
Ban verwies darauf, dass mehr als 150 Medienschaffende im vergangenen Jahr getötet wurden. «Andere wurden verletzt, eingesperrt, verfolgt oder als Geiseln genommen. Dies geschieht nicht nur direkt in Konflikten, sondern auch, wenn über Korruption, Armut und Machtmissbrauch recherchiert wird.» Mit Bestürzung habe er die Entführung des BBC-Journalisten Alan Johnston verfolgt, dessen Berichterstattung über den Nahen Osten und den israelisch-palästinensischen Konflikt zu Recht weltweiten Respekt verdiene. «Seine fortdauernde Gefangenschaft dient keiner Sache. Ich fordere erneut, Alan Johnston sofort frei zu lassen.»
Johnston war im März von militanten Palästinensern im Gazastreifen entführt worden. «Angriffe auf die Pressefreiheit sind Angriffe auf das Völkerrecht, die Menschlichkeit und die Freiheit selbst - und somit auf alles, wofür die Vereinten Nationen stehen», erklärte Ban. (dpa)