30. Apr 2007 18:16
Als neuer Intendant des SWR will Peter Boudgoust neue digitale Formate einführen. Sein Vorgänger Peter Voß wurde in den Ruhestand verabschiedet.
Boudgoust sagte, der öffentlich-rechtliche Rundfunk stehe vor der Herausforderung der Digitalisierung. Es seien neue Formate notwendig - nicht anstelle der bisherigen, sondern neben den klassischen Angeboten. Der bisherige Verwaltungsdirektor Boudgoust war im Dezember vergangenen Jahres mit deutlicher Mehrheit zum neuen Intendanten des SWR gewählt worden. Im Informationsdschungel seien gute und seriöse Wegweiser nötig, sagte der 52-Jährige bei seiner Einführung. Eine moderne Wissensgesellschaft brauche den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der unschlagbar sei. Bei der Digitalisierung gehe es auch um die Frage der Glaubwürdigkeit und wem man vertrauen könne bei «der Springflut von Videos und Texten».
Voß, der auch schon dem SWF in Baden-Baden als Intendant vorstand, war zuvor als Fernsehjournalist beim ZDF tätig. Der Vorsitzende des SWR-Rundfunkrats, Hans Lambert, würdigte die Verdienste des 66-Jährigen, der sein Amt «nie als Job verstanden» habe. Voß habe sich immer für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk eingesetzt und stets das Postulat der Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vertreten. Streit sei er nie ausgewichen.