netzeitung.deARD-Buchsendung für Wickert «zu kompliziert»

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Ulrich Wickert (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ulrich Wickert
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Nachdem er im vergangenen Jahr die ARD-Tagesthemen verließ, beendet der TV-Moderator nun auch seine literarische Sendung - angeblich, weil er dafür keine Zeit mehr hat.

Ulrich Wickert wird seine Büchersendung im ARD- Fernsehen nicht weiterführen. Die letzte Ausgabe werde am 20. Mai gesendet, sagte der 64-Jährige der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ). Ein ARD-Sprecher bestätigte am Montag, dass Wickert sich am Samstag mit den zuständigen Redakteuren vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) getroffen und ihnen seine Entscheidung mitgeteilt habe.

Wickert begründete das Ende der Sendung mit dem immensen Zeitaufwand dafür. «Ich habe den Aufwand unterschätzt, vor allem bei einer Gesprächssendung mit mindestens drei Gästen», räumte er ein. «Man braucht immer passende Autoren, und das ist eben besonders schwierig: Einer will nicht, der andere kann nicht, der Dritte eignet sich nicht, weil er zwar gut schreibt, aber in der Diskussion nicht so überzeugt.» Die Struktur der Sendung sei «einfach zu kompliziert» gewesen.

Wickert kündigte an, er wolle sich einiger neuer Projekte annehmen, die vor ihm lägen. Nach Beendigung seiner Karriere als «Tagesthemen»-Moderator hatte er im Spätsommer vor dem Start seiner Sendung «Wickerts Bücher» gesagt, mit der Buchsendung werde einer seiner «heimlichen Träume erfüllt». Sieben Ausgaben moderierte er insgesamt. In diesem Jahr kam er beim Publikum durchschnittlich auf 4,2 Prozent Marktanteil.

Auf die «FAZ»-Frage, ob er mit seiner Entscheidung der Absetzung durch den NDR zuvorgekommen sei, entgegnete Wickert, ARD- Programmdirektor Günter Struve und NDR-Intendant Jobst Plog hätten ihn weitermachen lassen wollen. Obwohl er sich neuen Projekten widmen möchte, moderiert er weiterhin «Wickerts Bücher» an jedem ersten Sonntag im Monat im Hörfunksender NDR Kultur gemeinsam mit einem Gast-Autoren. (nz/dpa)