30. Apr 2007 13:00
Die SPD setzt ARD und ZDF in Finanzierungsfragen unter Druck. Nach dem Willen der Medienkommission der Partei sollen die Sender künftig auf Einnahmen aus der TV-Werbung verzichten.
Eumann zufolge könnte die Werbefreiheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ein «Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmal» werden. Beim Publikum würden ARD und ZDF so noch erfolgreicher. Allerdings, so schränkte der SPD-Medienpolitiker in seinem epd vorliegenden Brief an den ARD-Vorsitzenden ein, müssten die Gebührenzahler den Verzicht auf Werbeeinnahmen ausgleichen. Die unabhängige Gebührenkommission KEF habe schon früher errechnet, dass ein Gebührenzuschlag von 1,42 Euro pro Gebührenzahler und Monat fällig würde, sollten die Einnahmen aus Werbung und Sponsoring ganz entfallen. Ausnahmen von der angestrebten Werbefreiheit will Eumann auch zukünftig bei TV-Sportrechten gelten lassen. Die Fernsehsender hatten mehrfach darauf hingewiesen, dass sich teure Übertragungsrechte wie Fußball und andere Spitzensportarten aus Rundfunkgebühren allein nicht bezahlen lassen, sondern über Werbung und Sponsoring refinanziert werden müssten. Auch erwarten sich die Sponsoren von Sportgroßereignissen oft Werbung im Umfeld der TV-Übertragungen. (epd)