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Harald Schmidt auf acht Minuten gestutzt

20. Apr 2007 07:52
Etwas steif: Harald Schmidt beim ZDF
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Fernseh-Entertainer Schmidt hat seinen «heute-journal»-Auftritt hinter sich gebracht. Auf ungewohntem Terrain und live flutschte alles nicht ganz so, wie man es sonst von ihm kennt.

Nur wenige Minuten dauerte der Gastauftritt von Fernseh-Entertainer Harald Schmidt (49) am Donnerstagabend im ZDF- «heute-journal». Gemeinsam mit ZDF-Mann Claus Kleber (51) präsentierte er die halbstündige Nachrichtensendung, Schmidts Auftritt war allerdings sehr kurz - er beschränkte sich auf die Ansage eines Beitrages am Schluss der Sendung sowie die Abmoderation. In der für ihn ungewohnten Rolle als Nachrichtenmoderator wirkte der Entertainer indes weniger souverän als auf dem vertrauten Terrain seiner eigenen Late-Night-Show in der ARD, auch wenn er seine «Schnupper»-Moderation insgesamt ohne Schwierigkeiten meisterte.

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Schmidt hatte sich Anfang März während seiner eigenen Sendung selbst für den Auftritt beim ZDF ins Spiel gebracht, nachdem er gelesen hatte, dass eine Urlaubsvertretung für die Hauptmoderatoren Marietta Slomka und Claus Kleber gesucht wurde. «Ich habe viel Zeit, ich bin nicht ausgelastet mit dieser kleinen Sendung hier: ZDF, hier ist meine Bewerbung!», hatte er in seiner Sendung erklärt.

«Eine solche Chance lässt sich eine aufgeschlossene Redaktion nicht entgehen», sagte Kleber im «heute-journal» - auch wenn inzwischen feststehe, dass Steffen Seibert von den 19.00-Uhr-Nachrichten die Vertretung übernehme. Die Redaktion habe diesen «Bewerber der Extraklasse» zur «Schnupper-Moderation» eingeladen.

Acht Minuten vor Schluss

Erst acht Minuten vor Schluss der Sendung kam Schmidt zu Wort, zuvor hatte er still an der Seite von Kleber und Gundula Gause am Moderatorentisch gesessen - auch als der Ausschnitt aus seiner Late- Night-Show gezeigt wurde, in dem er sich als Urlaubsvertreter angeboten hatte. Bei seinem Einsatz versuchte Schmidt den Spagat zwischen seriösem Nachrichtenstil und einer Claus-Kleber-Imitation - bis hin zum Aufstützen des Arms in Kleber'scher Manier. Etwas bemüht wirkte das, gewollt locker und dennoch sehr steif.

Ganze 90 Sekunden lang war Schmidts Anmoderation. Beobachter scherzten später, sie hätten «schon gedacht, das sei der Beitrag» gewesen und nicht die Hinleitung darauf. Im Beitrag selbst ging es übrigens um einen Film über Hochstapler.

«...im weitesten Sinne»

Auch die Verabschiedung durfte Schmidt übernehmen, geriet dabei allerdings nach ein paar souveränen Sätzen ins Stocken. «Jetzt erwartet sie Maybritt Illner im Anschluss an das Wetter mit dem Thema 'Kassen voll, Jobs leer' - im weitesten Sinne», rettete sich der Entertainer zur Schlussmelodie hinüber. Als diese lief, war vom Moderatoren-Tisch Gelächter zu hören. Entgegen sonstiger Gewohnheit hatte das ZDF die Studiomikrofone offen gelassen.

Nach Angaben des ZDF hatte sich Schmidt am Donnerstagnachmittag in der Redaktion auf den Live-Auftritt vorbereitet. Am Dienstag (17. April) gab Schmidt bereits ein anderes Gastspiel für das ZDF: Er stand für eine Episodenrolle in der Familienserie «Unser Charly» in Berlin vor der Kamera. (dpa)

 
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