11. Apr 2007 15:48
Der Journalisten-Verband hat heftige Vorwürfe gegen den Berliner Zoo erhoben. Dabei geht es um Einflussnahme auf die Berichterstattung.
Der Journalisten-Verband warf dem Berliner Zoo versuchte Einflussnahme auf die Berichterstattung vor. Mit einem Vertrag wolle der Zoo Journalisten zu positiver Berichterstattung zwingen, heißt es in einer Mitteilung des Journalisten-Verbands. Das sei gerade vor dem Hintergrund der Sympathiewelle für Knut nicht nachvollziehbar.Hintergrund des Protests ist eine Vereinbarung, die Journalisten unterschreiben müssen, wenn sie den Pressebereich des Internetauftritts des Berliner Zoos nutzen wollen. Darin müssen sich die Journalisten verpflichten, die zur Verfügung gestellten Materialien nicht für Darstellungen zu verwenden, die den Zoo oder seine Mitarbeiter in einem «ungünstigen Licht» erscheinen lassen.
Der Journalisten-Verband forderte, diese Nutzungsvereinbarung umgehend zu ändern. «Der Berliner Zoo hat nicht das Recht, in die Freiheit der Berichterstattung einzugreifen», sagte der Verbandsvorsitzende Michael Konken. Vom Berliner Zoo war zu der kritisierten Nutzungsvereinbarung zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. (epd/nz)