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Lupe US-Journalist aus längster Beugehaft entlassen

Sieben Monate hat ein US-Reporter im Gefängnis gesessen. Er hatte sich geweigert, einen Film über einen Protest von G8-Gegnern den Behörden zu übergeben.

Nach sieben Monaten Beugehaft zwecks Auslieferung von Filmmaterial ist ein amerikanischer Reporter am Dienstag wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Joshua Wolf war 226 Tagen in einem kalifornischen Gefängnis und damit länger in Beugehaft als jeder andere Journalist in den USA vor ihm.

Der 24-Jährige hatte 2005 bei einer gewaltsamen Demonstration in San Francisco gegen den G-8-Gipfel im schottischen Gleneagles Videoaufnahmen gemacht und sich dann beharrlich geweigert, diese den Behörden zu übergeben.

Polizist schwer verletzt
Bei der Protestaktion erlitt ein Polizist einen Schädelbruch. Die Behörden wollten deshalb Wolfs Filmmaterial für ihre Ermittlungen auswerten. Außerdem sollte der freiberufliche Journalist gerichtlich aussagen, was er ebenfalls strikt ablehnte.

Das strittige Video wurde jetzt schließlich im Internet veröffentlicht. Darin sahen die Justizbeamten eine Erfüllung der gerichtlichen Forderung nach Aushändigung des Materials. Allerdings war die Szene, bei der der Polizist zu Schaden kam, nicht zu sehen.

Wolf erklärte bei seiner Freilassung, er werde weiterhin jede Aussage verweigern. (AP)