03. Apr 2007 15:16
Wegen fehlender Arbeitserlaubnis ist ein britischer Journalist in Simbabwe zu einer Geldbuße verurteilt worden. Eine Mitarbeiterin seiner Botschaft erhielt eine Todesdrohung.
Der 37-Jährige war laut der staatlich kontrollierten Zeitung «The Herald» am Freitag nahe dem Ort West Nicholson beim Interview mit einem Diamantenschürfer festgenommen worden. Perry gab demnach zu, ohne gültige Akkreditierung der Regierung journalistisch tätig gewesen zu sein. Obwohl ihm nach den drakonischen Mediengesetzen des Landes Haft gedroht hätte, kam er mit einer geringen Geldstrafe davon.
Die Regierung des autokratischen Präsidenten Robert Mugabe hat ausländische Journalisten gewarnt, illegal im Lande tätig zu werden.
Nach Berichten von Reportern, die als Touristen getarnt in dem afrikanischen Land unterwegs waren und anschließend darüber berichtet hatten, hat die Polizei Pensionen und Hotels untersucht. Die Eigentümer wurden verwarnt, dass sie sich strafbar machten, sollten sie ausländische Journalisten beherbergen und nicht anzeigen.
Der örtliche Journalist einer in Großbritannien herausgegebenen Zeitung («Zimbabwean»), Gift Phiri, war nach Angaben seines Verlags am Wochenende bei einer Razzia in seinem Haus festgenommen worden. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es bisher jedoch nicht.