Regierung Mugabe droht Reportern
03.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Perry gab demnach zu, ohne gültige Akkreditierung der Regierung journalistisch tätig gewesen zu sein. Obwohl ihm nach den drakonischen Mediengesetzen des Landes Haft gedroht hätte, kam er mit einer geringen Geldstrafe davon.
Die Regierung des autokratischen Präsidenten Robert Mugabe hat ausländische Journalisten gewarnt, illegal im Lande tätig zu werden.
Nach Berichten von Reportern, die als Touristen getarnt in dem afrikanischen Land unterwegs waren und anschließend darüber berichtet hatten, hat die Polizei Pensionen und Hotels untersucht. Die Eigentümer wurden verwarnt, dass sie sich strafbar machten, sollten sie ausländische Journalisten beherbergen und nicht anzeigen.
Der örtliche Journalist einer in Großbritannien herausgegebenen Zeitung («Zimbabwean»), Gift Phiri, war nach Angaben seines Verlags am Wochenende bei einer Razzia in seinem Haus festgenommen worden. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es bisher jedoch nicht.
Wörtlich hieß es in dem Leitartikel: «Es wird für ihre Familie bedauerlich sein, sie am (Londoner) Heathrow-Flughafen in einem Leichensack in Empfang nehmen zu müssen.» Dare würde Journalisten «rekrutieren», damit schlecht über Mugabes Regierung geschrieben werde.
Ende März hatte die Regierung dem US-Sender CNN und anderen Medien vorgeworfen, auf einen «Regimewechsel» hinzuarbeiten. Sowohl akkreditierten Korrespondenten wie auch ohne offizielle Akkreditierung ins Land reisenden Journalisten drohe bei Fehlverhalten Strafverfolgung, erklärte das Informationsministerium, wie «The Herald» berichtete. (dpa)

