30. Mrz 2007 17:57
Im Oktober war Anna Politkowskaja in ihrem Haus erschossen worden. Jetzt wird die Journalistin von den Vereinten Nationen für ihren «unglaublichen Mut und Hartnäckigkeit» geehrt.
Politkowskaja wurde am 7. Oktober 2006 in Moskau erschossen. Damit erlitt sie das gleiche Schicksal wie 1987 der kolumbianische Journalist Guillermo Cano, der Namensgeber des Unesco-Preises. «Anna Politkowskaja hat unglaublichen Mut und Hartnäckigkeit bewiesen, als sie fortfuhr, die Geschehnisse in Tschetschenien aufzudecken, während die ganze Welt an diesem Konflikt nicht interessiert war», sagte Jury-Präsident Kavi Chongkittavorn.
Politkowskajas Selbstlosigkeit und waghalsige Wahrheitssuche seien ein Maßstab für den Journalismus. Die 1958 geborene Anna Politkowskaja hatte mit rund hundert Artikeln über den Tschetschenien-Konflikt auf sich aufmerksam gemacht. Dabei übte sie scharfe Kritik an der Politik Russlands und am russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Seit 1997 wird jedes Jahr eine Person, eine Organisation oder eine Institution, die trotz Risiken auf bemerkenswerte Weise Pressefreiheit verteidigt oder vertreten haben, mit dem Preis ausgezeichnet. (dpa)