netzeitung.deStreit um das «Wort zum Freitag»

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Aiman Mazyek (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Aiman Mazyek
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Unterschiedliche Auffassungen über die redaktionelle Verantwortung für das «Wort zum Freitag» sorgen für Verstimmungen zwischen ZDF und muslimischen Verbänden.

Zwischen den islamischen Verbänden in Deutschland und dem ZDF bahnt sich ein Streit über den Zuschnitt der für den Internetauftritt des Senders geplanten Sendung «Wort zum Freitag» an.

ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sagte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ): «Die redaktionelle Verantwortung liegt beim ZDF, das ist doch klar.» Die Adressaten seien nicht nur Muslime, sondern die gesamte deutsche Gesellschaft, die den Islam nicht so genau kenne.

Dagegen erklärte der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, der Zeitung, es sei nicht sinnvoll, wenn der zu schaffende Sendeplatz lediglich als ein weiteres Forum für eine Auseinandersetzung mit dem Islam genutzt werde. Es gehe vielmehr darum gemäß dem Gleichheitsgrundsatz der deutschen Verfassung Analog zum «Wort zum Sonntag» ein Forum für Predigten von Vertretern anderer Religionsgemeinschaften zu schaffen.

Nach den Worten Mazyeks läge die Verantwortung für die Inhalte der islamischen Beitrage in dieser Sendung selbstverständlich bei den islamischen Verbänden. Er könne sich durchaus vorstellen, dass sich Muslime einen Platz mit den christlichen Kirchen, Juden oder Agnostikern teilten. «Man kann auch durchaus darüber Nachdenken, ob das derzeitige Konzept nach dem Öffentlichkeit für Religion geschaffen wird, völlig neu gestaltet werden kann», sagte Mazyek. (AP)