Streit um das «Wort zum Freitag»
Dagegen erklärte der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, der Zeitung, es sei nicht sinnvoll, wenn der zu schaffende Sendeplatz lediglich als ein weiteres Forum für eine Auseinandersetzung mit dem Islam genutzt werde. Es gehe vielmehr darum gemäß dem Gleichheitsgrundsatz der deutschen Verfassung Analog zum «Wort zum Sonntag» ein Forum für Predigten von Vertretern anderer Religionsgemeinschaften zu schaffen.
Nach den Worten Mazyeks läge die Verantwortung für die Inhalte der islamischen Beitrage in dieser Sendung selbstverständlich bei den islamischen Verbänden. Er könne sich durchaus vorstellen, dass sich Muslime einen Platz mit den christlichen Kirchen, Juden oder Agnostikern teilten. «Man kann auch durchaus darüber Nachdenken, ob das derzeitige Konzept nach dem Öffentlichkeit für Religion geschaffen wird, völlig neu gestaltet werden kann», sagte Mazyek. (AP)

