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«Worte» von Freitag bis Sonntag gefordert

19. Feb 2007 14:07
Zentralrats- Generalsekretär Mazyek
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Sollte ein «Wort zum Freitag» ins deutsche TV-Programm kommen, wollen die Muslime selbst redaktionell eingreifen. Der Zentralrat der Juden möchte dann ein «Wort zum Sabbat» haben.

Die deutschen Muslime wollen das vom ZDF geplante «Wort zum Freitag» selbst gestalten. Er gehe davon aus, dass das 'Wort zum Freitag' redaktionell bei den Muslimen liegt, so wie dies für die Kirchen beim 'Wort zum Sonntag' längst gilt«, sagte der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, dem «Tagesspiegel». Der Freitag ist der Feiertag der Muslime.

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«Alles andere wäre Etikettenschwindel», so Mazyek. Er wertete eine von Muslimen gestaltete Sendung auch als gesellschaftlich positiv. Diese könnte die oft gezogene Verbindung Islam-Gewalt durchbrechen, sie nähme aber auch jene Muslime in die Verantwortung, «die sich lieber schmollend in die Ecke zurückziehen, statt ihren Anteil an der Mediengesellschaft zu gestalten». Das ZDF will zunächst ein «Wort zum Freitag» in sein Online-Angebot aufnehmen. Eine spätere Übernahme ins Fernsehen wird nicht ausgeschlossen. Derzeit haben nur die Kirchen ihr «Wort zum Sonntag» im Samstagabenprogramm.

Mazyek begrüßte zudem «ausdrücklich» die Forderung des Zentralrats der Juden nach einem «Wort zum Sabbat», falls ein «Wort zum Freitag» eingeführt werden sollte. Er zeigte sich auch offen für das von Zentralrats-Vize Salomon Korn angeregte «Wort zum Wochenende». Für Mazyek scheint die Sache klar. «Entweder man stellt das Konzept ganz neu zur Debatte oder man lässt das Grundgesetz sprechen, was bedeutet: gleiches Recht für alle.» (dpa)

 
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