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Grasser will «Vanity Fair» verklagen

16. Feb 2007 20:57
Karl-Heinz Grasser und seine Frau Fiona Swarovski
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Mit nacktem Oberkörper und im Bademantel will sich Österreichs früherer Finanzminister Grasser nicht in der «Vanity Fair» sehen: Diese Fotos seien nur zum privaten Gebrauch bestimmt.

Der ehemalige österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat am Freitag eine Klage gegen das Magazin «Vanity Fair» angekündigt. Grund sei die unrechtmäßige Verwendung einer Fotostrecke in der aktuellen deutschen Ausgabe des Magazins, die den 38-Jährigen unter anderem mit nacktem Oberkörper zeigt.

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Die Bilder entstammten einem Foto-Shooting für die Januar-Ausgabe der italienischen «L'Uomo Vogue» und seien zum Teil nur zur privaten Verwendung entstanden, teilte Grasser-Sprecher Manfred Lepuschitz mit.

Die Aufnahmen, die den Ex-Minister mit offenem Hemd oder im Bademantel zeigen, seien nicht für die Verwendung durch «Vanity Fair» freigegeben worden. Der österreichischen Presseagentur Apa sagte Lepuschitz, Grasser werde gegen «Vanity Fair» auf jeden Fall klagen: «Der Eindruck, dass Grasser eine gemeinsame Story mit »Vanity Fair« gemacht hat, ist falsch.»

Er betonte, dass sich Grasser «keinesfalls» bewusst mit nacktem Oberkörper für ein Magazin habe ablichten lassen. Zudem entsprächen im Artikel verwendete Zitate nicht den Tatsachen.

Poschardt reagiert gelassen

Der Chefredakteur von «Vanity Fair», Ulf Poschardt, sagte der Apa, es sei noch keine Klage von Grasser eingegangen: «Wir würden einer solchen gelassen entgegensehen.»

Grasser, seit Herbst 2005 mit der Kristall-Erbin Fiona Swarovski verheiratet, war bis Januar 2006 unabhängiger Finanzminister im Kabinett des konservativen Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel. Er hatte seine politische Karriere als Mitglied der Freiheitlichen Partei (FPÖ) unter Jörg Haider begonnen.

Während Grassers Amtszeit als Finanzminister wurde immer wieder Kritik an seiner ständigen Präsenz in den österreichischen Klatschspalten laut, die der gut aussehende Kärntner jedoch zur eigenen Popularitätssteigerung zu nutzen verstand. (nz/dpa)

 
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