Günther Jauch sieht ARD «voller Gremlins»
Er habe das Gefühl gehabt, «dass man mich an möglichst kurzer Leine um die Anstalt rennen lassen wollte», kritisierte er. «Jeder drittklassige Bedenkenträger schlug ein anderes Pflöckchen in den Boden.» Dennoch habe er lange auf ein gutes Ende gehofft, weil seine direkten Gesprächspartner (NDR-Intendant Jobst Plog, WDR-Chef Fritz Pleitgen, Programmdirektor Günter Struve) «Platzhirsche» seien, «die sich zur Not auch allein auf die Lichtung wagen und ihrem Rudel zeigen, wer Herr im Haus ist. Aber das nachgedordnete Niederwild reißt mit dem Hintern ein, was die Chefs mit dem Kopf gerade aufgebaut haben», so Jauch.
Die ARD will am 6. Februar über den Nachfolger für Talkshow-Moderatorin Sabine Christiansen entscheiden, wie der Vorsitzende des Senderverbunds, Fritz Raff, dem Berliner «Tagesspiegel» sagte. Es sei Sache der Fernsehdirektoren, Vorschläge zu unterbreiten. Am Dienstag gebe es in Frankfurt die Fernsehprogrammkonferenz des Sendeverbunds, dort sei die Nachfolge von «Sabine Christiansen» auf die Tagesordnung genommen worden.
Unterdessen machten Spekulationen um Namen die Runde: Neben Frank Plasberg vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) wurden Sportexperte Gerhard Delling, «Tagesthemen»-Moderatorin Anne Will, ihr Ex-Kollege Ulrich Wickert und Sandra Maischberger genannt. Die 40-jährige Talkerin wird zwar demnächst Mutter, könnte aber im Frühherbst wieder dabei sein.
Die «Bild»-Zeitung berichtet, angeblich solle Reinhold Beckmann, der die ARD-Talkshow «Beckmann» moderiert, ins Rennen geschickt werden. NDR-Sprecher Martin Gartzke sagte dem Blatt: «Zu Namen nehmen wir keine Stellung.» (nz)

