netzeitung.de«Frankfurter Rundschau» im Tabloid-Format

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Redaktionssitz der 'Frankfurter Rundschau' (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Redaktionssitz der 'Frankfurter Rundschau'
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Leser der «Frankfurter Rundschau» brauchen künftig keine langen Arme, um die Zeitung zu halten. Das Blatt wird kleiner - aber nur äußerlich, betonen die Macher. Politisch solle sich nichts ändern.

Die «Frankfurter Rundschau» (FR) steigt als erste überregionale Tageszeitung in Deutschland komplett auf das so genannte Tabloid-Format um. Ab Sommer 2007 werde die Zeitung in dem kleineren, handlichen Format erscheinen, teilte am Freitag das herausgebende Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main mit.

Die linksliberale Haltung der Zeitung bleibe von der Veränderung unberührt, hieß es. Die Herausgeber seien davon überzeugt, «dass dieser Schritt die Leser enger an das Blatt bindet und gleichzeitig neue Lesergruppen erschließt». Entwickelt habe das Produkt ein Expertenteam um Chefredakteur Uwe Vorkötter, teilte die FR mit. In umfangreichen Marktforschungsuntersuchungen sei eine Tabloid-Testausgabe von bisherigen und potenziellen Lesern der FR als «zukunftsweisend» eingestuft worden.

Die Auflage der «Frankfurter Rundschau» geht seit Jahren zurück, im dritten Quartal 2006 lag sie nur noch bei 156.031 verkauften Exemplaren. Bislang erscheint die Zeitung, die im Juli 2006 mehrheitlich von der Kölner Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg übernommen wurde, im doppelt so großen Nordischen Format. Tabloid-Format haben die Boulevardzeitungen «Bild am Sonntag» und «Hamburger Morgenpost» sowie der «Welt»-Ableger «Welt Kompakt». (nz)