11. Jan 2007 14:50
Nach der Absage Günther Jauchs an die ARD ist der Senderverbund bemüht, die Nachfolge von Sabine Christiansen schnell zu klären. Ein erster Vorschlag kommt von Südwestrundfunk aus Stuttgart.
Plasberg ist für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) tätig. Er moderiert dort im Dritten Programm die viel beachtete Politik-Talksendung «Hart, aber fair».Der für den Sendeplatz am Sonntag federführende Norddeutsche Rundfunk (NDR) kündigte unterdessen an, «rasch eine Alternative» anzubieten, wie NDR-Programmdirektor Volker Herres sagte.
Jauch sollte im September die Nachfolge Christiansens antreten. Michael Ortmanns, der Sprecher der Moderatorin, bekräftigte, dass sie nicht länger als geplant zur Verfügung stehen werde. Sie werde die letzte Sendung am 24. Juni moderieren, sagte Ortmanns der «Bild»-Zeitung.
SWR-Intendant Voß betonte, die Absage Jauchs sei «zwar schade, sie ist aber kein Beinbruch. Ohne Jauch geht's auch». Die von Jauch kritisierte künftige Zuordnung der politischen Talkshow zur Koordination Politik, Gesellschaft und Kultur nannte Voß überfällig. Es sei für ihn nicht recht nachvollziehbar, warum ein Moderator, der sich zumindest in dieser Sendung als politischer Journalist verstehen müsse, unbedingt in der Unterhaltung angesiedelt sein wolle. Es verstehe sich bei aller journalistischen Freiheit von selbst, «dass man sich als Moderator nachträglich der kompetenten Kritik dieser Kollegen aussetzt - daran hat es vielleicht in der Vergangenheit manchmal etwas gefehlt», räumte Voß ein. (nz)