Trotz der Probleme mit Serienneuentwicklungen, unter denen alle Sender zu leiden haben, wird das ZDF auch künftig auf fiktive serielle Formate setzen. Bellut steht hinter den neuen Krimis am Freitagabend wie zum Beispiel «Stolberg», von dem weitere Folgen entwickelt werden, und «Der Kriminalist». Am Mittwochabend werde es 22 neue Episoden von Maximilian Schells «Der Fürst und das Mädchen» geben. Neu sind auch die Krimiserie «Notruf Hafenkante», «Dr. Martin» mit Axel Milberg und Linda de Mols Holland-Import «Gooische Vrouwen», der vielleicht am Abend zu sehen sein wird. «Eine Liebe am Gardasee» und «M.E.T.R.O. - Ein Team auf Leben und Tod» sind jedoch Schnee von gestern. Ob es zu einer Neuauflage des Serienklassikers «Percy Stuart» komme, werde noch geprüft. Der Nachmittag beim ZDF wird laut Bellut künftig stärker von Dokusoaps geprägt. Dazu zählen eine Fortsetzung der «Babystation» und die Geschichte «Unsere Farm in Namibia» über deutsche Auswanderer. «Eine weitere Telenovela wird bei uns am Nachmittag nicht mehr geben», sagte der Programmdirektor. Das ZDF musste in diesem Jahr den Versuch mit «Tessa» erfolglos beenden. Eine stärkere Position bekommt der Fernsehfilm am Montag - von ihm wird das ZDF rund 35 neue Produktionen 2007 ausstrahlen können, deutlich mehr als im WM-Jahr 2006, als ein großer Teil des Budgets in die Finanzierung des Großereignisses abwanderte.
Zu den ehrgeizigen Programmprojekten des Senders gehören im nächsten Jahr unter anderem die Schwerpunkte «Die Welt in 50 Jahren» und «Armageddon - Wenn ein Meteorit die Erde trifft» - allesamt in Belluts Augen «Super-Doks», eine Mischung aus Spielszenen, Dokumentarberichten und Spezialeffekten. (nz)