«NYT» darf ihre Informanten nicht schützen
28.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Der Fall ist bereits die zweite Niederlage der «New York Times» vor dem Obersten Gerichtshof der USA. Im Juni 2005 lehnten es die Richter ab, die Berufung zu einer Entscheidung zuzulassen, mit der die Reporterin Miller zur Preisgabe von Informanten eines Beitrags über den Geheimdienst CIA gezwungen werden sollte. Miller verbrachte damals 85 Tage in Erzwingungshaft, bevor sie sich zu einer Aussage bereit erklärte. Auch damals führte Fitzgerald die Ermittlungen.
Enttäuscht über die Entscheidung vom Montag äußerte sich das Reporterkomitee für die Pressefreiheit (Reporters Committee for Freedom of the Press). Dessen Leiterin Lucy Dalglish sagte, der Supreme Court sei keine Hilfe, wenn es um den Schutz vertraulicher Quellen gehe. Jetzt müsse der Kongress für die gesetzliche Grundlage zum Schutz von vertraulichen Telefongesprächen der Presse sorgen, forderte Dalglish. (nz)

