13. Nov 2006 21:04
Der Deutsche Journalisten-Verband hat das Verhalten von NPD-Delegierten gegenüber der Presse scharf kritisiert. Berichterstatter wurden auf dem Bundesparteitag beschimpft und Fotos teils verboten.
«In unserem Land gilt die Presse- und Meinungsfreiheit», sagte der DJV- Bundesvorsitzende Michael Konken am Montag. Er sprach von Belegen für eine «zutiefst undemokratische Grundeinstellung» und von «Einschüchterungsversuchen» einzelner NPD-Delegierter gegenüber Journalisten. Zu den Beschränkungen gehörte demnach, dass die Rechtsexremisten den Berichterstattern nur für etwa zwei Stunden den Zutritt zum Saal gestatteten. Fotografen wurde verboten, Porträtaufnahmen zu machen.
In mindestens einem Fall habe ein Mitarbeiter des NPD- Ordnungsdienstes die Bilder eines Fotografen kontrolliert, hieß es in der Mitteilung des DJV weiter. Darüber hinaus seien Journalisten von einzelnen Delegierten beschimpft worden. (nz)