netzeitung.de«Bild» verweigert Herausgabe von Soldatenfotos

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Titelseite der 'Bild'-Zeitung (Foto: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Titelseite der 'Bild'-Zeitung
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die «Bild»-Zeitung beharrt darauf, die Fotos von der angeblichen Schändung eines Toten durch Bundeswehrsoldaten in Afghanistan nicht herauszugeben. Sie lehnte damit auch eine Anfrage von Verteidigungsminister Jung ab. Thema: Bundeswehr-Skandal Hintergrund: Gewalt in der Bundeswehr Skandal- Soldaten kommen aus Bayern Historiker greift Struck im Fall Totenschändung an «Es reicht nicht, nach Bauernopfern zu suchen» Jung will Afghanistan-Fotos nicht dulden

Die «Bild»-Zeitung will die Skandalfotos mit deutschen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan nicht herausgeben. Einziger Grund sei der Informantenschutz, sagte ein Sprecher der «Bild»-Zeitung am Mittwoch der Nachrichtenagentur AP. Das Blatt habe die Fotos aber der Bundeswehr im Rahmen ihrer Anfrage einen Tag vor Veröffentlichung gezeigt. Die «Bild»-Zeitung bestätigte, dass sie die Echtheit der Fotos geprüft habe.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung hatte wiederholt darum gebeten, dass das Blatt dem Ministerium die Fotos für die Untersuchung der Vorgänge zur Verfügung stellt. Die «Bild»-Zeitung hatte am Mittwoch Bilder veröffentlicht, auf denen in Afghanistan eingesetzte Bundeswehrsoldaten zu sehen sind, die einen Totenschädel in die Kamera halten.

Der Informantenschutz sichert einer Person Anonymität zu, die Informationen an Medien weitergegeben hat. Das ist im Pressegesetz garantiert. Ein Journalist kann also der Polizei oder Staatsanwaltschaft die Preisgabe eines Informanten verweigern. Der Informantenschutz gehört zu den elementaren Voraussetzungen einer freien Presse. (nz)