26.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Sandmännchen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ursprünglich sollte das Sandmännchen auch die Zuschauer des arabischen Senders Al Dschasira in den Schlaf winken. Daraus wird erst einmal nichts - und schuld ist der Papst.
Der Streit um die Islam-Äußerungen von Papst Benedikt XVI. verhindert vorerst die Ausstrahlung des «Sandmännchens» im arabischen Sender Al Dschasira. Im April 2006 hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg, der die Federführung für das Sandmännchen hat, einen Vertrag mit den Arabern ausgehandelt. Dieser sieht vor, dass Al Dschasira mehrere Sendungen des Kinderprogramms übernimmt, darunter auch 78 Sandmännchen-Episoden.
Kurz nach den Papst-Äußerungen habe sich die Abnahme des Sendematerials durch Verantwortliche von Al Dschasira in Katar aber verzögert, sagte Brigitte Wauer, die Leiterin der internationalen Abteilung des RBB, am Dienstag in Potsdam. «Wir können nur abwarten», kommentiert sie den derzeitigen Stand der Dinge.
Ganz ohne deutsche Kindersendungen müssen die arabischen Kinder aber nicht auskommen. 25 Episoden des Zauberers «Pondorondo», 13 Folgen einer Kinderdokumentation und 25 Teile der Reihe «Mein kleines Märchen» seien schon vor der Papstrede abgenommen worden, sagte Wauer.
Schon in den siebziger Jahren gab es das «Sandmännchen» im arabischen Raum zu sehen im Irak, in Ägypten und Syrien. (nz)