06. Sep 2006 15:32
In den kommenden Jahren werden beim Axel Springer Verlag mehr als 200 Arbeitsplätze abgebaut. Auf betriebsbedingte Kündigungen will der Konzern möglichst verzichten.
streicht in den kommenden drei Jahren 266 Arbeitsplätze in der Verwaltung. Etwa zur Hälfte soll der Stellenabbau durch Altersteilzeit und Fluktuation gelingen. Für die übrigen Betroffenen würden noch Lösungen gesucht, sagte Verlagssprecherin Edda Fels am Mittwoch in Berlin. Betriebsbedingte Kündigungen solle es nach Möglichkeit nicht geben.Europas größtes Zeitungshaus haben es sich zum Ziel gesetzt, den Anteil seiner Verwaltungsmitarbeiter von derzeit zwölf auf unter zehn Prozent zu senken und stattdessen marktnahe Bereiche wie Redaktionen und Vertrieb zu stärken, sagte Fels zur Begründung.
Die Stellenstreichung ist Ergebnis einer im Mai gestarteten und von der Unternehmensberatung Roland Berger begleiteten Analyse der Arbeitsabläufe und Kostenstrukturen in der Verwaltung. «Wir wollen auch in den Servicebereichen zu den Besten gehören», sagte Vorstandschef Mathias Döpfner. «Alle Strukturen und Abläufe im Unternehmen müssen kontinuierlich überprüft werden, damit die Axel Springer AG auch in Zukunft der profitabelste deutsche Großverlag bleibt.»Im vergangenen Jahr hatte Springer den Jahresüberschuss auf die Rekordsumme von 231 Millionen Euro gesteigert. Der Konzernumsatz betrug 2,39 Milliarden Euro. Auch für 2006 hat das Unternehmen eine optimistische Prognose abgegeben. (nz)